Vortrag von Dr. Florian Mildenberger am 05.06.07 in Hamburg

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 31 Dezember 2012 ]

Wie angekündigt fand diese Veranstaltung unter dem Titel: “Von der Mitte an den Rand – Schwule, Pädophile und die Öffentlichkeit” am oben genannten Datum im schwulen Buchladen Männerschwarm pünktlich um 20.00 Uhr (c. t. ) statt. Im Vergleich zu Bielefeld hatte sich die Anzahl der Zuschauer/hörer fast verdoppelt. Anders als im universitären Rahmen der westfälischen Provinzstadt bestand hier das Publikum weniger aus Studenten sondern mehr aus älteren schwulen(bewegten) Herrschaften.

Der Vortrag wird folgendermaßen vom Veranstalter angekündigt:

Von der Mitte an den Rand – Schwule, Pädophile und die Öffentlichkeit

Vortrag von Florian Mildenberger

Dienstag, 05.Juni.2007, 20:00 Uhr im Männerschwarm

Seit die Protagonisten der so genannten „Schwulenbewegung“ sich entschieden haben, anstelle einer Veränderung der Gesellschaft die Integration in die bestehenden Verhältnisse anzustreben, hat sich innerhalb der viel zitierten „gay community“ viel verändert.
In einer nach Konformitäten strebenden sexuellen Minderheit haben die bis Mitte der 1980er z.T. an wichtigen Aktionen beteiligten schwulen Pädophilen keinen Platz mehr. In der Schwulenszene dominiert ein jugendverherrlichendes Schönheitsideal, aber die eigentlichen Jungenliebhaber gelten als mordende Monster. Da wissen sich die schwulen Meinungsmacher einig mit der Frauenbewegung und den Massenmedien.
Doch es gab eine Zeit, da war die Entkriminalisierung der Jugendsexualität (ab 12/14 Jahre) eine zentrale Forderung der Schwulenbewegung. Der sich selbst als „Anarchist und Päderast“ stilisierende Münchner Journalist Peter Schult (1928-1984) nahm die Führungsrolle in dieser Debatte ein. An seinem Auftreten entzündeten sich all jene Streitigkeiten um die Sexualität der Heranwachsenden, die noch heute den Diskurs bestimmen.
Um die Gegenwart verstehen zu können, muss man erst die Vergangenheit betrachten. Genau das tut Florian Mildenberger in seinem Vortrag.

 

Nachdem wir an diesem ziemlich warmen Junitag schon länger in der Stadt unterwegs waren bewegten wir uns dann gegen Abend in Richtung Männerschwarm und trafen dort kurz vor 20.00 Uhr ein. Bis kurz nach 20.00 Uhr war das Publikum auf knapp 20 Personen angewachsen. Dr. Mildenberger begrüßte uns Zwei persönlich und wir sprachen kurz über unser Vorhaben ihn für eine entsprechende Veranstaltung des LitV e. V. im Herbst nach Berlin zu holen. Er teilte uns mit , dass dies bei ihm terminlich passen würde. Wie Florian Mildenberger seinem Publikum einleitend mitteilte war auch ein Vortrag in Kassel anläßlich des CSD (Christopher Street Day) geplant, der jedoch von hysterischen lesbischen Missbrauchskreischen verhindert wurde. Um 20.15 Uhr begann er mit seinem Vortrag über das Leben und Wirken von Peter Schuld basierend auf seiner Veröffentlichung/Habitlationsschrift “Beispiel Peter Schult Pädophilie im öffentlichen Diskurs” . Neben der eigentlichen Biographie von Peter Schult (der als politisch aktiver linker Homosexueller und Päderast infolge politischer Verfolgung und daraus resultierenden Justizverbrechen immer wieder eingekerkert wurde) ging es um die gesellschaftliche Entwicklung der letzten ca. 30 Jahre und hier insbesondere um die diversen Emanzipationsbewegungen mit besonderen Augenmerk auf die Schwulenbewegung und die damals in ihr enthaltende Bewegung der Pädosexuellen. (“Zwei Seiten des selben Knotens”) Es war der Verdienst einer anderen “Emanzipationsbewegung”, dass dieser Knoten zerschlagen wurde. Somit war auch Alice Schwarzer und der von ihr begründete irrationale Femi-Faschismus ein weiteres zentrales Thema des Abends. Nach Mildenbergers Vortrag ist es ihr Verdienst, dass sich die Mehrheit der organiserten Schwulen seit Ende der achtziger Jahre von den (homosexuellen) Pädos trennte und die rassistischen Positionen der Frauenbewegung bei diesem Thema übernommen haben. Das war die Folge eines Schachzugs von Schwarzer, die maßgeblich dafür sorgte, dass sich die Frauenbewegung auf die Seite der Schwulen schlug als diese mit dem HIV/AIDS-Desaster zu kämpfen hatten. Die Mehrzahl der Schwulen lösten darauf sehr schnell die genannte “Bringschuld” ein und “sangen” – sich selbst verleugnend – mit im Chor der Missbrauchskreischerei. Frau Schwarzer spricht damals wie heute Kindern wie auch Jugendlichen jegliche Sexualität ebenso ab wie die Fähigkeit zur Selbstbestimmung. In seinem Vortrag wies Florian Mildenberger auch in Hamburg darauf hin, dass es schwierig war für seine Arbeit Zeitzeugen zu finden, die auch bereit waren sich über Peter Schult zu äußern. Viele wollen in diesen Zeiten nicht mehr daran erinnert werden früher einmal einen “Kinderficker” unterstützt zu haben oder sogar mit ihm befreundet gewesen zu sein. Auch das schwule Museum Berlin bekleckerte sich hier nicht gerade mit Ruhm. Es ist in diesem Zusammenhang natürlich nicht verwunderlich, dass eine Alice Schwarzer seine Anfrage ignorierte und später auch sein Buch ungeöffnet an den Absender zurückschickte. Unter anderem gibt es auch ein belegtes Streitgespräch bei einer Großveranstaltung zwischen Alice Schwarzer und Peter Schult. Mindestens 20 Personen haben hier nachweislich zugehört bzw. teilgenommen …. aber alle scheinen an kollektiver Amnesie zu leiden. So konnte dieses interessante “Gespräch” keinen Platz in Dr. Mildenbergers Buch finden. Genauso vergaßen die meisten organisierten Schwulen vor lauter “Homo – Ehe” und sonstiger Anbiederung an die bürgerliche Gesellschaft ihre ursprünglichen Ziele. Die waren damals die Abschaffung der Paragraphen 174 bis 176 StGB. Auf die heutige Zeit bezogen inklusive der wahnhaften Verschärfungen dieser Paragraphen wären das gegenwärtig die Paragraphen 174, 176, 176a, 182 (ersetzt den § 175 – der formal aus dem StGB gestrichen wurde), 184, 184b (Der Besitz irgendwelcher Erotik/Pornographie war damals nicht strafbar) Erst seit einigen wenigen Jahren werden wieder organisierte Schwule sicht- und hörbar, die wieder gesellschaftliche Veränderungen einfordern statt Anbiederung an ein im Kern verfaultes System. Wie verfault und verlogen dieses System ist bekam auch Dr. Florian Mildenberger zu spüren als er sich um einen neuen Vertrag als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni München bewarb. (hier verfasste er seine Habiltationschrift) Seine bereits zugesicherter Vertrag kam nicht zustande weil eine hysterische Missbrauchskreische ihn per Brief denunzierte und behauptete, er würde mit seinem Buch (Habitilationschrift) die “Vergewaltigung von Kindern” bewerben. Nach eigenen Aussagen, war sein Interesse wieder für diesen verknöcherte Fachbereich der der Uni-München zu arbeiten sowieso gering. Über seine Heimat Bayern sagte er, es sei ein schönes Land – das einzige Problem dort sind die Bayern inklusive Lederhosen…
Im Anschluß an den Vortrag gab es eine kurze Diskussion, bei der sich unter anderem Wolfram Setz (WHK) zu Wort meldete. Er berichtete rückblickend von der Geschichte des Bundesverbandes Homosexualität (BVH), der bis zur Selbstauflösung die Arbeitsgemeinschaft Pädophilie (AG-Pädo) “beherbergte” und an den ursprünglichen Zielen der Schwulenbewegung stets festgehalten hat. Die AG-Pädo fand dann einen Dachverein in der Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität (AHS e. V.) bis diese zum Zombieverein wurde und die AG-Pädo nur noch in Restbeständen (welche mir nur zu gut bekannt sind) existiert.
Nach Beendigung des Vortrages verbrachten wir den Restabend in einer unserer schwulen Stammkneipen in Hamburg-St.Georg.
Die übrigen Inhalte des Vortrages von Dr. Mildenberger entsprachen im Wesentlichen denen in Bielefeld.

Vortrag von Dr. Florian Mildenberger an der Universität Bielefeld

siehe auch K13-Online: Buchladen Männerschwarm Hamburg, Dienstag 5. Juni 2007 um 20:00 Uhr

beispiel_peter_schult

mildenberger

 

Eine Antwort zu “Vortrag von Dr. Florian Mildenberger am 05.06.07 in Hamburg”

  1. ‘Schwul’, ‘Hetero’, ‘Stino’, oder was nun? Immer diese Schubladen! Ich bin bekennender PANsexueller! Alles oder nix kann und darf mich aufgeilen und/oder befriedigen. Kann doch nicht sein, dass ich der einzige bin? Oder?

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