Grüne Aufarbeitungshysterie live in Hamburg – Ein Erfahrungsbericht

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 11 Februar 2014 ]

Wie bereits angekündigt hielt der Hamburger Landesverband von “Bündnis 90/Die Grünen” am 05. Februar 2014 eine Informations- und Diskussionsveranstaltung ab, die sich mit der vermeintlichen “Pädophilie-Debatte” und dem Zwischenbericht der “Demokratieforscher” um Prof. Dr. Franz Walter und Dr. Stephan Klecha befasste.

Diese (nach Voranmeldung) öffentliche Veranstaltung fand in der Landesgeschäftstelle der grünen Partei  von 19.00  bis 22.00 Uhr statt.  Die Anzahl der Besucher war überschaubar (geschätzt ca. 40 Personen) und rekrutierte sich offsichtlich zu einem nicht geringen Teil aus Mitgliedern der Partei bzw. dem Parteiumfeld. Zudem hatte man Zeitzeugen aus der “Frühgeschichte” der Hamburger Grünen in den 80er-Jahren geladen, wie z. B. Kurt Edler. Wir waren mit insgesamt fünf Personen anwesend, die sozusagen jene Meinung repräsentierten, die es offziell nicht mehr geben darf.

Die Gesprächsrunde (von einer Diskussion kann man hier wirklich nicht sprechen, denn zu einer solchen gehören immer mindestens zwei gegensätzliche Meinungen) bestand aus den beiden Landesvorsitzenden der Hamburger Grünen,  Katharina Fegebank und Manuel Sarrazin sowie dem ex-grünen TAZ-Mitarbeiter Marco Carini und Dr. Stephan Klecha.   Ausserdem hatte man mit Angelika Oetken ein Teilzeitberufsopfer  eingeladen. Nach der Begrüßung und Einleitung der Verstaltung durch die beiden Landesvorsitzenden referierte Dr. Klecha einige der Inhalte aus dem Zwischenbericht des Göttinger Institut für Demokratieforschung zur sogenannten Pädophiliedebatte bei den Grünen.  So gab es dann einige durchaus interessate historische Ausführungen zur Parteigeschichten der Hamburger Grünen, die sich bis vor ein paar Jahren “GAL” (Grün-Alternative Liste) nannte und ursprünglich aus dem Zusammenschluss der “Bunten Liste” und der “Grünen Liste Umweltschutz” hervorging. Verdeutlicht durch eine Reihe von Schaubildern erfuhren die Zuhörer so einiges über 60er bis 80er Jahre und wie das Thema Sexualität zum politischen Diskursthema wurde. Die “sexuelle Revolution” und sexuelle Befreiungsansprüche  wurden genauso thematisiert wie die extrem heterogene Zusammensetzung der frühen grünen Bewegung bzw. der späteren Partei. In Klechas Vortrag wie in der späteren Gesprächsrunde kam man dann auch auf den Punkt wo es dann um die damalige Idee ging auch Kinder und Jugendliche in die sexuelle Befreiung miteinzubeziehen. Dies war dann nach Aufassung der vier Gesprächsteilnhmer eines der (“bösen”) Einfallstore für die “Pädophilie”, deren “Gedankengut” sich dann bei den noch jungen und schlecht organisierten Grünen breitmachen konnte. Im Laufe des Vortrags bzw. der Gesprächsrunde machte man natürlich eine Reihe von weiteren Einfallstoren für “pädophiles Gedankengut” aus. Es blieb natürlich nicht aus, dass in den drei Stunden das (Glaubens)-Bekenntnis zur menschenverachtenden und vernunftbefreiten Missbrauchideolgie in verschiedenen Variationen von allen Beteiligten abglegt wurde. Dazu gehörte es natürlich auch auf die abstruse menschenrechtswidrige “Kein Täter werden” Gehirnwäschetheorie aus dem Hause Klaus Beier und Co., die sich stets am aktuellen Verschärfungsgrad des Sexualstrafrechts ausrichtet,  mit durchaus einigen Sätzen lobhudelnd einzugehen. Es ist ja “Mode” geworden Menschen mit pädo-, hebe- oder auch ephebophilen Neigungen als arme bedauernswerte “Kranke” zu betrachten, denen man mit Gehirnwäsche und chemischer Kastration “helfen” möchte. Man bezeichmet dies das sexualrassistisch und pseudowissenschaftlich als “klinisch-pathologische-Neigung”.  Mit verheucheltem Tonfall wurde also wieder einmal betont, dass “Neigung” und “Handlung” zweierlei sei und man durch die genannte “Behandlung” Handlungen im Sinne der entsprechenden Strafrechtsparagraphen verhindern kann.  Natürlich wurde dem geneigten wie dem genervten Zuhörer auch wieder das Märchen vom strukturellen Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen um die Ohren gehauen, das natürlich nur im  (freiwillig) sexuell handelnden Kontext bei den jüngeren Sexualpartnern zwangsläufig zu schwersten körperlichen und “seelischen” Schäden führt. Eine absurde und unlogische These, die als dogmatischer Kausalzusammenhang ohne irgendeine sinnvolle Begründung einmal wieder festgeschrieben wurde.  Für diese lächerliche These gibt es natürlich keinerlei wissenschaftlichen Beweis. Immerhin wurde derartiges auch nicht behauptet sondern nur festgestellt, dass man “aus heutiger Sicht” zu dieser “Überzeugung” gelangt ist.

Im historischen Kontext völlig richtig stellte man fest, dass die frühen “Grünen” ein Sammelbecken für eine Reihe von linken Strömungen waren, die sich systemkritisch und antirepressiv politisch engagierten. Hierzu zählten neben Grupperungen wie dem “Kommunistischen Bund” (KB) auch die organisierte Schwulenbewegung (z. B. UHA, “Unabhängige Homosexuelle Aktion” in Hamburg), die damals noch lesbenfrei politisch agieren konnte. Zusammengefasst kann man sagen, dass sich die Grünen bzw. die GAL in Hamburg in den frühen achtziger Jahren durch folgende Eigenschaften auszeichnete. Man war mehrheitlich emanzipatorisch, aufkärerisch, antirepressiv, wissenschaftsgläubig, bejahte die sexuelle Befreiung als antirepressiven Akt einschließlich Kinder und Jugendlicher, setzte sich für Minderheiten ein und gab sich genrell liberal in gesellschaftlich-politischen Fragen.  Ein selbstverständlicher Teil der Schwulenpolitik bzw. der Forderungen der Vertreter männlicher Homosexualität bei den frühen Grünen war nicht nur die Streichung des Schwulenparagraphen 175 sondern auch die Abschaffung von Strafrechtsparagraphen wie 174 (sexuelle Kontakte mit sog. Schutzbefohlenen) und 176 (freiwillige sexuelle Kontakte mit Personen unter 14 Jahren) Selbstverständlich bezog man sich auch auf renomierte Sexualwissenaftler wie Helmut Kentler, Wilhelm Reich, Frits Bernard, oder Edward Brongersma, die auch in der Veranstaltung erwähnt wurden allerdings in ehe abfälliger Weise. Gleiches gilt natürlich für eine Reihe von Organisationen, die sich in der damaligen Zeit offen für eine Liberalisierung bzw. Abschaffung der genannten Bestimmungen im Sexualstrafrecht einsetzten.
So wurde auch die DSAP (Deutsche Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie) wieder zu einer (kleinen) pädophilen Kaderorganisation erklärt und auch die vermeintliche Nachfolgeorganisation AHS e.V.  (Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität) fand entsprechende Erwähnung. Es kam natürlich an verschiedenen Stellen die Frage auf, ob sich unter den Grünenmitgliedern eventuell noch “Pädolobbyisten” der damaligen Zeit verstecken ? Immerhin waren es kleine Organisationen wie DSAP oder AHS, die es in den 70er und 80er Jahren schafften personelle und inhaltliche Verbindungen zu Organisationen und Parteien wie dem DKSB (Deutscher Kinderschutzbund), Pro-Familia, der FDP/Jungdemokraten und schließlich den Grünen herzustellen. Auch die damalige Arbeitsgemeinschaft Schwuler und Päderasten (SchwuP) und die “Stadtindianer” (eigentlich Indianerkommune) fanden in diesem Kontext Erwähnung. Somit machte man einen Teil der Schwulenbewegung als ein “Einfallstor für pädophile Unterwanderung” bei den Grünen aus, da die wenigen “Pädo-Aktivisten” Teil der Schwulenbewegung geworden waren. Tatsächlich gibt es auch heute noch ein Mitglied bei den Hamburger Grünen, welches zum Vorstand der AHS gehört. Es kann natürlich sein, dass diese Person inzwischen inzwischen ausgetreten ist; jedoch war dieses AHS-Vorstandsmitglied noch bis vor nicht allzulanger Zeit merklich aktiv bei den Hamburger Grünen. So tat sich dieser Herr, dessen Name hier noch nicht genannt wird unter anderem als Gegner der ehemaligen schwarz-grünen Koalition in Hamburg lautstark hervor.  Ich möchte den  dauerschockierten Hamburger Grünen durchaus die Möglichkeit geben hier selbst fündig zu werden um den Scheiterhaufen  errichten zu können. Kleiner Tipp…diese Figur hält sich selbst für einen suuupercoolen megatollen Pädagogen und Kindertherapeuten.  Zurück zu der Veranstaltung am 05.02.2014 in Hamburg. Zusammengfasst stellte man korrekt fest, dass die damaligen Grünen, insbesondere in den Großstädten und Ballungsräumen, von einer system bzw. staatkritischen Haltung geprägt waren. Völlig zu Recht betrachtete man den Staat BRD  als repressiven Apparat, den es zu reformieren galt. Hier setzte man natürlich auch bei dem völlig veralteten repressiven Strafgeetzbuch an. Im Vergleich zur heutigen Situation mutet die damalige Fassung des Sexualstrafrechts zwar beinahe liberal an, was aber an den grundsätzlich repressiven Charakter nichts ändert.  Somit beabsichtigte man die opferlosen “Straftaten”, wie in den §§ 174 oder 176 beschrieben zu streichen oder auf einer rational-vernünftigen Ebene abzuschwächen. Wie in vielen anderen Landesverbänden auch fand dieser Gedanke auch seinen Niederschlag in dem Wahlprogramm der Hamburger Grünen (GAL) für das Jahr 1982. So sollten nur noch sexuelle Handlungen von Erwachsenen mit Kindern unter Strafe gestellt werden, die unter Anwendung Gewalt, Zwang oder Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses zustande kommen. Dies wäre im Prinzip das Ende des § 176 gewesen, denn sexuelle Handlungen mit Gewaltanwendung, Nötigung einschließlich Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses sind und waren bereits durch andere Paragraphen des Strafgesetzbuches hinreichend erfasst. Dieser Umstand ist für die heute system- und  staatstragenden Grünen natürlich ein Schock, sind die Grünen heute doch ein Teil der inhaltlich völlig austauschbaren stromlinienförmigen Blockparteien der BRD. (CDUCSUSPDFDPGRÜNE) Die Grünen stehen heute eben nicht mehr für Systemkritik sondern sind aktiver Teil der Repression und tragen auch Mitverantwortung für den menschenrechtswidrigen rechtspolitischen Amoklauf bezüglich der extremen Verschärfungen im Sexualstrafrecht. Somit zeigte sich dass grüne Vorsitzenden-Duo Katharina Fegebank und Manuel Sarrazin dann auch sichtlich (gut gespielt) geschockt von dem Wahlprogramm aus den frühen achtziger Jahren. Insbesondere Frau Fegebank zeigte sich “emotional aufgewühlt” und meinte, sie musste schlucken als das alte Wahlprogramm ihrer Partei gelesen hat. Sie äußerte völliges Unverständnis für die damaligen Positionen der Grünen/GAL zum Sexualstrafrecht. Sie lamentierte etwas von Unterdrückung und prinizipiellen Abhängigkeitsverhältnissen zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen und faselte etwas von der “Gnade der späten Geburt” bezüglich ihrer Person und ihres Co-Vorsitzenden Sarrazin. In ihrem Auftreten repräsentierte sie perfekt den Schock als das neue Lebensgefühl der grünen Partei. Auch machte man sich darüber Gedanken, ob nicht noch Personen der grünen “Elterngeneration” evnetuell noch Bücher von Reich, Kentler oder ähnlichen geächteten Autoren im Bücherschrank haben. Dies sollte man einmal überprüfen, denn möglicherweise hängen diese älteren Menschen immer noch heimlich dem alten bösen liberalen, vernünftigen und humanen Gedankengut an. Aber “zum Glück” verschob sich der Diskurs zum Thema “Pädophilie” und Sexualstrafrecht in den Jahren ab 1983 doch erheblich bei den Grünen und bereits das grüne Hamburger Wahlprogramm von 1986 enthielt keine Beschlüsse zur Liberlisierung des Sexualstrafrechts mehr. So stellte man erstaunt fest, dass in dieser Zeit doch keinen einheitlichen Zeitgeist zugunsten altersunabhängiger sexueller Freiheiten gab sondern auch einen Gegendiskurs. Der “Zeitgeist” war vielschichtiger.  Mit anderen Worten es gab unterschiedliche Meinungen, die ihren Meinungsstreit offen und öffentlich austrugen. In diesen Jahren nahm der Einfluss von Frauen deren unsäglichen feministischen Gedankengut zu. Spätestens ab 1990 wurde der Feminismus programmatisch zur Leitideologie der Grünen bzw. den osterweiterten Bündnis90/Die Grünen.  Diesem Umstand war natürlich ein Prozess vorausgegangen, der in der Veranstaltung als Perspektivwechsel bezeichnet wurde. Es war die Frauenbwegung (einschließlich Lesben), die ab 1984 imm stärker wurde und sich auf den “sexuellen Missbrauch” von Frauen und Mädchen fokusierte. (Das absurde Konstrukt des “sexuellen Missbrauchs” bzw. “Kindesmissbrauchs” wurde erfunden – bzw. aus den USA übernommen)  Gleizeitig wurde die emanzipatorisch und antirepressiv ausgerichtete Schwulenbewegung immer schwächer und verlor an Einfluss auf die politische Programmatik der Grünen.  Somit verschwanden dann auch die Forderung nach Humanisierung  und Liberalisierung des Sexualstrafrechts aus dem Programmheften der Grünen. Ebenso wie die so genannten Fundis und Vertreter linker emanzipaorischer Positionen verschwand der ganze Diskurs um Fragen der Liberlisierung des Sexualstrafrechts bzw. zum Thema Pädophilie/Päderastie und wurde zu einem Tabu.  Stattdessen beteiligten sich die Grünen nicht zuletzt aktiv in Regierungsverantwortung an der inflationären Verschärfung des Sexualstrafrechts und trugen somit maßgeblich zu einer menschenrechtswidrigen Enthumanisierung des Sexualstrafrechts und dem Beginn einer Hexenjagd auf vermeintliche “Kinderschänder” und Besitzer entsprechender “Pornographie” bei.

Diese schrecklich verlogene Veranstaltung wäre natürlich nicht vollständig gewesen, wenn man nicht ein (Teilzeit)Berufsopfer hätte präsentieren können. In diesm Fall hatte man Angelika Oetken eingeladen, die dann aus so genannter “Opfersicht” lamentieren, hetzen und lügen durfte. Frau Oetken behauptete zunächst, dass sie von dem Aufklärungswillen der Grünen beindruckt sei. Danach phantasierte die Dame irgendetwas vom “rituellen Missbrauch” (informierte Menschen wissen, dass es sotwas nicht gibt) und erzählte dem Publikum, dass ihrem “Opfernetzwerk” ungefähr 1200 Personen angehören.  Sie hob ausserdem die angeblichen “primären” Schäden durch Sexualkontakte hervor, faselte etwas von dreißig Jahren “Traumata” und wollte “Täter” über die Rampe schubsen. (Hier liegen durchaus Assoziationen zu einem Ort im heutigen Polen nahe und bestimmten Vorkommnissen in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts) Es gab auch absurd komische Zahlenspiele zu hören, die vermutlich auch nur der Phantasie dieser Frau entsprungen sind. So soll laut Frau Oetken jeder 8. Erwachsene in der Kindheit Opfer mindestens eines “sexuellen Missbrauchs” gewesen sein.  An die anwesenden grünen Politiker gerichtet stellte sie die Frage, was den aus den ehemaligen “Pädo-Lobbyisten” in der Partei geworden sein? Diese würden ja wahrscheinlich zu einem hohen Anteil noch leben. Dies kann man jetzt wahlweise als Anregung zu Säuberungsktionen in der grünen Partei verstehen oder gleich mit ihrem vorherigen Wunsch Menschen “von der Rampe zu schubsen”  in einen Kontext stellen.  Zumindest sollte sie in gewisser Weise eine Antwort erhalten, denn ein in unserer Gruppe befindlicher Zeitzeuge aus Berlin meldete sich zu Wort und stellte sicher aus ihrer Sicht genau jenen “Pädo Lobbyisten” dar, den sie bestimmt gern mal schubsen würde. Unser Zeitzeuge war in den entsprechenden Jahren aktiv in der Schwulenbewegung (AHA – Allgemeine Homosexuelle Aktion) und auch bei den Berliner Grünen, die sich bekanntermaßen Alternative Liste bezeichnen dabei und war an den damaligen Programmen beteiligt. Die Vorgänge im damaligen Westberlin waren jenen in Hamburg sehr ähnlich und die Formulierenungen in den Programmen Anfang der 80er Jahre mehr oder weniger identisch. Neben anderen Systemblättern berichtete auch die Zeit über diese grüne Selbstdarstellungsveranstaltung unter der Überschrift “Grüne untersuchen ihre pädophile Vergangenheit” . In diesem Artikel wird auch der Redebeitrag unseres Zeitzeugen erwähnt aber wiefolgt falsch wiedergegeben:

 

“Und schließlich gibt es auch einen im Publikum, der sich traut zu sagen, er glaube noch heute, dass es freiwilligen Sex zwischen Erwachsenen und Kindern gebe. Gegen Gewalt sei man doch schließlich auch vor 30 Jahren schon ausdrücklich gewesen. “

 

Unser Ex-Grüner Zeitzeuge wandte sich zunächst an Frau Oetken und macht ihr klar, dass es sich bei ihren Opfern mit Sicherheit in der erdrückendern Mehrheit um Opfer von Gewalt und Nötigung handelt und ifferzierte diese Dinge dann von gewaltfreien freiwilligen sexuellen Handlungen, zu denen auch Kinder in der Lage sind. (jedenfalls gibt es bis zum heutigen Tagen keinerlei Gegenbeweis für die diese Aussage)  Er stellte klar, dass er dem Missbrauchparadigma nicht folgt und heute noch die gleiche Meinung vertritt wie vor dreißig Jahren. und somit auch heute inhaltlich hinter jenen Beschlüssen steht wie sie Anfang der 80er Jahre bei den Grünen und in der organisierten Schwulenbewegung gefasst wurden.  Somit brachte er fundiert die (richtige) Überzeugung zum Ausdruck, dass freiwillige, einvernehmliche Sexualkontakte zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen selbstverständlich möglich sind. Anders als das Missbrauchparadigma beruht diese Überzeugung eben nicht auf “Glauben” sondern auf sicherem Wissen.  Frau Oetken schubste ihn zwar nicht aus dem Fenster antwortete aber auch nicht.  Die Reaktion auf diese Ausführungen war eisiges Schweigen. Mit etwas Verzögerung antwortete lediglich der Ex-grüne TAZ-Redakteuer Marco Carini und ging auf den angesichts des heutigen Zeitgeistes und der aktuelle Rechtslage kritischen Redebeitrag ein. Tatsächlich räumte Herr Carini ein, dass in “Ausnahmefällen” einvernehmliche Sexualkontakte zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen möglich seien. Obwohl Herr Carini sicher der sachlichste Vertreter der Protagonisten dieses Abends war überraschte diese Äußerung dann doch. Es wurde aber nicht weiter darauf eingegangen. Es ist allerdings unbekannt, ob Herr Carini nach dieser Veranstaltung in den privaten Strafkeller von Frau Fegebank musste oder ob Frau Oetken versuchte irgendwo eine Rampe zum schubsen zu finden.

 

Die geladenen Alt-Grünen Zeitzeugen aus Hamburg ergaben sich Anekdoten über das Chaos der grünen Gründungsjahre und lobten überschwenglich Herrn Dr. Klecha und die “wissenschaftliche Aufarbeitung” des Göttinger Instituts. In Unkenntnis des Begriffs bzw. einer  absichtlichen Verzerrung desselben fragte man sich scheinheilig, ob man damals mit all diesen antirepressiven und systemkritischen Beschlüssen überhaupt rechtsstaatskonform war. Hier ging man natürlich von der heutigen staatstragenden Rolle der grünen Partei aus und dem Umstand, dass jegliche Kritik an Staat und System heute gleich als potenzielle Gefahr und jeder Kritiker als potenzieller Gefährder betrachtet wird. Schließlich hat man sich ja seit Jahrhzehnten alle Mühe gegeben jede wirkliche Opposition auszuschalten bzw. mundtot zu machen.  Die ständigen Verschärfungen im Sexualstrafrecht und die bewusst aufgebaute “Kinderschänderhysterie” haben einen nicht unwesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet.  Die manipulative Meinungsgleichschaltung hat sich an diesem Abend  mustergültig selbst dargestellt aber auch überführt. Es gab reichlich Formulierungen die gewissermaßen verräterisch waren. Zum Beispiel wurden Wissenschaftlern wie Helmut Kentler oder Rüdiger Lautmann   (aus heutiger “zeitgeistiger” Sicht) grenzüberschreitende blumige Formulierungen unterstellt. Es fragt sich welche Formulierungen hier jetzt als “blumig” zu bezeichnen sind.  In der damaligen Zeit bemühte man wenigstens Wissenschaftler, die diesen Namen auch verdienen, um Erkenntnisse zu gewinnen mit denen man zu politischen Beschlüssen kommen kann. Die heutige dogmatische “Überzeugung” entammt dagegen einer abtrus moralisch-feministischen Ideologie ohne irgendeinen wissenschaftlich-empirischen Nachweis führen zu können.  Wenigstens wurde von Dr. Klecha auch an keiner Stelle behauptet, dass das heutige Missbrauchsparadigma irgendeine seriöse wissenschaftliche Grundlage hat. Man ist eben zu dieser Überzeugung gekommen und basta; Dogem hinterfragt man einfach nicht. Dies tut man erst recht nicht wenn diese Dogmen staatstragend und systemerhaltend sind.  Einem kritischen Zuhörer hätte auch der Umstand auffallen müssen, dass es vor etwa dreißig Jahren mindestens zwei Meinungen gab und ein offener Diskurs geführt wurde, während es heute nur eine von oben verordnete Meinung gibt und wer daran zweifelt macht sich verdächtig und läuft Gefahr “über die Rampe geschubst” zu werden.  Über die heutige enthumanisierte und menschenrechtswidrige Rechtslage in Sachen Sexualstrafrecht wurde an diesem Abend kein Wort verloren.  Vielleicht sollte man einmal damit beginnen den heutigen Zeitgeist zu problematisieren, der schlicht keinerlei Meinungsvielfalt bei politisch grundlegenden Fragen zulässt. Letztlich hat man natürlich Angst davor, dass doch einmal zuviele Menschen dahinterkommen, dass die Enthumanisierungs- und Verschärfungsorgie im Sexualstrafrecht in Deutschland und vielen anderen Ländern völlig anderen Zwecken dient als einem vermeintlichen Kinderschutz.

Siehe dazu: Buchtipp: Uncle Sam’s Sexualhölle erobert die Welt…

und: Grüne Aufarbeitungshysterie: jetzt Hamburger Grüne unter “Schock”

NDR-Fernsehen: Pädophilen-Debatte der Grünen (Filmbeitrag von der Veranstaltung)

siehe auch: K13-Online: NDR-Hamburg-Journal zur Pädophilie-Debatte bei den GRÜNEN: In den 1980er-Jahren forderten die Grünen Straffreiheit für sexuelle Kontakte von Erwachsenen mit Kindern

 

 

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