Hexenprozess gegen Ratsherren aus Delmenhorst (Niedersachsen)

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 21 Juli 2015 ]

Die Ursache dieses Beispiels für viele menschenrechtswidrige Juztizpossen dieser Art liegt einmal wieder in den grundgesetzwidrigen Strafbestimmungen der  §§ 184b und   184c  StGB, die den Besitz bzw. inzwischen auch das reine Betrachten von Darstellungen sexueller Selbstbestimmung tatsächlich oder vermeintlich “minderjähriger” Menschen unter erhebliche Strafen stellt.

Der (Ex-Grüne – da bei Bekanntwerden der “Vorwürfe” sofort aus der Fraktion gefeuert) Delmenhorster Ratsherr Henning Suhrkamp spürt jetzt als Kommunalpolitiker einer systemtragenden BRD-Blockpartei wie es ist wenn man Opfer einer moralinquisitorischen Hexenjagd wird weil man angeblich im Besitz so genannter “Kinder“- bzw. hier vor allem “Jugendpornographie” sein soll.  Ganz in der Tradition deutscher Blockwartsmentalität sollen Nachbarn bzw. Mitbewohner  des homosexuellen Politikers  in dessen Wohnung neugierig herumgeschnüffelt haben um danm in hysterischer Moralpanik zur uniformierten Staatsmacht zu rennen. Die regionale Systempresse hat ausgiebig im Sinne ihres Propaganda. und Desinformationsauftrages berichtet. Nachfolgend eine  Zusammenstellung von Auszügen verschiedener Presseerzeugnisse:

 

 

“Der eigentlich nur für einen Verhandlungstag angesetzte Prozess gegen Ratsherr Henning Suhrkamp geht in die nächste Runde. Der 44-Jährige stritt den Besitz von kinder- und jugendpornografischen Schriften beim Auftakt ab, viele Fragen blieben offen. Mit zehnminütiger Verzögerung begann am Donnerstag der Prozess gegen den Grünen-Ratsherrn Henning Suhrkamp. Das Gericht musste auf den 44-jährigen Angeklagten warten, der sich wegen angeblichen Beschaffens und Besitzes von kinder- und jugendpornografischer Schriften zu verantworten hat. (…) Wie berichtet, soll Suhrkamp bei drei Taten insgesamt über 200 Bilddateien aus dem Internet heruntergeladen haben, die sexuelle Handlungen von, an oder vor Kindern und von Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren zum Inhalt haben und diese „tatsächlich oder wirklichkeitsnah“ wiedergeben, wie aus der Verlesung der Anklage durch den Vertreter der Staatsanwaltschaft Hannover hervorging. Bekannt war bereits, dass Suhrkamp auch der Besitz von selbst ausgedruckten kinderpornografischen Bildern vorgeworfen wird, nun kamen noch Videodateien hinzu. (…)Einen Teil der Dateien soll er bereits am 9. Dezember 2010 und im Sommer 2011 heruntergeladen haben. Durchsucht wurden vor einem Jahr Suhrkamps neue Wohnung im Stadtzentrum, das Büro der Delmenhorster Grünen und das Domizil des Vereins Senioren-Schutz-Bund Graue Panther, wo Suhrkamp bis zum Sommer 2013 mit im Haus gewohnt hat. Aus einem gemeinschaftlich genutzten Computerraum für die Bewohner wurden damals ebenfalls Rechner sichergestellt. Die verwerflichen Dateien aber, deren Besitz dem 44-Jährigen zur Last gelegt werden, sollen sich auf seinem Laptop und auf diversen USB-Sticks befunden haben. Den Laptop fand die Polizei bei der Durchsuchung von Suhrkamps Wohnung, die Sticks befanden sich in seiner Umhängetasche, die in dem Moment in seiner Küche überm Stuhl hing. (…) Suhrkamps Wohnung, über eine Schiebetür zu erreichen, habe im Grunde für jeden offen gestanden. Auch den Computerraum und die Rechner konnte jeder Bewohner nutzen. „Er hat da bis spät nachts am PC gesessen und oft waren die Tintenpatronen alle“, sagte die Frau. Daher ziehe sie „den logischen Schluss“, dass Suhrkamp Bilder ausgedruckt habe, die später in seiner Wohnung gefunden worden sein sollen. (…) Zudem wollte die Verteidigung eine Zeugin laden, die bezeugen kann, dass Suhrkamp in einem bestimmten Zeitraum mit ihr zusammen war und somit keinen Zugriff auf die Datenträger und das Internet hatte. Doch dem Richter reichte dies nicht (…) Daraufhin äußerte die Verteidigung per Antrag „die Besorgnis der Befangenheit“ des Richters und werteten die Ablehnung ihres Beweisantrags als ausreichendes Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Richters. Letztlich hat der Zwischenrichter den Antrag auf Befangenheit seitens der Verteidigung abgelehnt. (…) Der Delmenhorster Grünen-Ratsherr Henning Suhrkamp ist vom Amtsgericht Delmenhorst am Dienstag zur einer Geldstrafe in der Gesamthöhe von 3600 Euro verurteilt worden. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass sich der 44-Jährige Kinder- und Jugendpornografie beschafft und sie besessen hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (…) (…)Die Anwälte Suhrkamps hatten dagegen zuvor auf Freispruch plädiert. Begründung: Es sei nicht nachzuweisen, dass die relevanten Dateien vom Angeklagten beschafft worden seien. Alleine 45 Dateien seien in einem Zeitraum heruntergeladen beziehungsweise auf einem USB-Stick bearbeitet worden, in dem der Angeklagte laut Zeugenaussage gar keinen Zugriff auf Computer, Laptop und Stick gehabt haben soll.(…) Er begründete sein Urteil damit, dass das Gesamtbild Suhrkamp als einen Mann zeigt, der homosexuelle Präferenzen für jüngere Jugendliche habe. Das zeige auch die bei Suhrkamp gefundene gewaltige Sammlung von Bilddateien, auf denen nackte oder halbnackte männliche Jugendliche am Strand zu sehen seien. (…) Diese seien im Gegensatz zu sieben kinderpornografischen und 227 jugendpornografischen Bildern, die auch sexuelle Handlungen von, mit und an jungen Menschen zeigten, strafrechtlich nicht relevant, zeigten aber deutlich seine sexuelle Vorliebe. Ein bei ihm gefundener Aufkleber mit der Aufschrift „I love Jungs“ runde das Bild ebenso ab wie auf DIN-A4-Zetteln ausgedruckte Kinder- und Jugendpornografie, die Suhrkamps ehemaligen Nachbarn beim Entrümpeln seiner Wohnung in einem Ordner gefunden haben. (…)Die Fraktion der Grünen reagierte am Dienstag umgehend auf das Urteil und forderte Henning Suhrkamp zum Rücktritt aus dem Delmenhorster Stadtrat auf. Man erwarte, dass er sein Mandat niederlege, teilte Fraktionsvorsitzende Marlis Düßmann mit. Nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen Suhrkamp vor gut einem Jahr hatte ihn die Fraktion ausgeschlossen. (…)Als erste Reaktion hat Grünen-Fraktionsvorsitzende Marlis Düßmann den Rücktritt von Henning Suhrkamp aus dem Delmenhorster Stadtrat gefordert: “Die Grüne Fraktion ist entsetzt über diese Tat und drückt all den Kindern, die diesen sexuellen Handlungen weiterhin ausgesetzt sind und waren, unser tiefstes Mitgefühl aus”, teilt Düßmann mit. “

 

Quellen/vollständige Texte:

Weserkurier: Prozess gegen Delmenhorster Ratsherren – Suhrkamp streitet Kinderporno-Vorwürfe ab

DelmeNews.de: Suhrkamp-Prozess wird am 10. Februar fortgesetzt – Zeugin soll Ratsherrn entlasten

Delmenhorster Kurier: Kinderporno-Prozess in Delmenhorst – Ratsherr zu Geldstrafe verurteilt

Osnabrücker Zeitung: Suhrkamp in Kinderporno-Prozess schuldig gesprochen

 

Die Systempresse gibt hier durchaus richtig die grund- und menschenrechtswidrige Gesetzeslage wieder, die hier wie in unzähligen anderen Fällen zu inquisitorischen Hexenjagdten führt einschließlich Raub persönlicher Daten und Zerstörung der gesellschaftlichen Existzenz, sobald der Verdächtige erstmal aufgrund des Besitzes von Bilders und/oder Filmen als “Perverser” geoutet ist und dann letztlich wegen seiner “schädlichen Perversion” verurteilt wird.  Exemplarisch deutlich wird hier, dass die durch stetige Verschärfungen immer umfangreicher ausgeweiteter Unrechtsbestimmungen im Sexualsstrafrecht, das Denunziantentum angeregt wird.  Die Tatsache, dass über ein (zunehmend entsexualisiertes) Sexualstrafrecht ein Gesinnungs– bzw. Täterstrafrecht in der BRD etabliert wird, ein Umstand, der für historisch-politisch gebildete Menschen eigentlich ein Alarmsignal sein sollte. Denn dies sind eindeutige Zeichen eines weitreichenden Systemumbaus in Richtung eines repressiven kapitalistisch- totalitären politischen Systems. Da es beim Sexualstrafrecht eben keinerlei Widerspruch von irgendeiner gesellschaftlich wahrgenommenen Gruppe (o. ä.) gibt läßt sich der hierfür notwendige hemmungslose Abbau von Grund- und Menschenrechten hier am einfachsten verwirklichen.  Es zeigt sich an diesem Einzelfall auch, dass diese Strafrechtsbestimmungen und ihre laufenden Verschärfungen einschließlich Erhöhung des so genannten “Schutzalters” nicht mehr nur vermeintliche “Pädophile” trifft sondern auch schwule Männer mit der hier sehr häufigen Vorliebe für junge Männer/Jugendliche. Strafgesetze gegen homosexuelle Männer schleichen sich so über eine Hintertür wieder ein. Ein Entwicklung, die von der angepassten, bürgerlichen und von Lesben und rechten Emanzen/Missbrauchskreischen politisch zerstörten Schwulenbewegung nicht einmal ansatzweise registriert wird. Vor lauter Heididei, Dauerparty und Homoehe bekommt dieser jämmerliche Haufen sowieso nichts mehr mit.  Tatsächlich wird aus den oben zitierten Ausführungen die Selbstveratändlichkeit der Anwendung eines Gesinnungsstrafrecht deutlich wenn immer wieder auf die vermeintliche oder tatsächliche sexuelle Identität des Justizopfers Suhrkamp gezielt wird.  Der eigentlich Grund für die erstinstanzliche Verurteilung von Henning Suhrkamp sind seine vom Gericht angenommen “sexuellen Vorlieben” , die dann als “homosexuelle Präferenzen” bezeichnet werden. Somit kann man hier durchaus schlussfolgern, dass Henning Suhrkamp vor allem wegen seiner Homosexualität verurteilt wurde. Abgesehen davon darf das Betrachten bzw. der Besitz von Filmen, Bildern und/oder Schriften, wie es in den staatskriminellen Gesetzen formuliert ist, in keinem wirklichen Rechtsstaat ein Straftatsbesand sein dürfte, da dies ein Teil der grundgesetzlich garantierten Informatiosnfreiheit (als Teil der Meinungsfreiheit) ist. Der Bestitz oder das Anschauen von Bildern/Videos kann genauso wie das lesen von Texten keine Schaden anrichten bzw. irgendwelche “Opfer” produzieren. (Grundvoraussetzung für eine Strafbarkeit in einem Rechtsstaat mit Tatstrafrecht)  Jeder Staat,  der hier erheblich strafbewehrte Verbote schafft kann per Defintion tendenziell als faschsitisch/totalitär bezeichnet werden. Um hier zu einer irrationalen Begründung zu kommen nimmt man hier die vermeintliche “Gesinnung” eines Justizopfers und macht den Betrachter eines Bildes für die dort sichtbaren Dinge verantwortlich als wäre er selbst dabei gewesen. Mit dieser (weiblichen?) “Logik” kann man auch den Betrachter historischer Bücher in denen man Bilder von Hinrichtungen sehen kann oder schlicht den Fernsehkonsumenten, der zufällig bei einem Bericht über die Befreiung eines KZ’s am Ende de 2. Weltkrieges  sieht und dabei Berge von Leichen mit den Augen wahrnimmt für diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit im strafrechtlichen Sinne verantwortlich machen. Kein vernünftiger Mensch käme auf diese Idee; aber bei Abbildungen und ggf. Texten, die die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen unterhalb einer willkürlichen Altergrenze dokumentieren sieht das natürlich heutzutage in unseren “magischen Zeiten” in denen man per Mausklick “Seelen töten”  kann völlig anders aus. Zu den grundsätzlichen politischen Zusammenhängen und Absichten in Bezug auf die menschenrechtswidrige Gesetzgebung in Sachen so genannter “Kinderpornographie” und seit einigen Jahren auch “Jugendpornographie” wurden hier an verschiedenen Stellen ausführlich berichtet berichtet. Nachfolgend nochmals ein Text der hier den wesentlichen Zusammenhang wiedergibt:

 

„Schon der §176/176a StGB steht, nicht nur wegen seiner unmittelbaren Nähe zum §175 und seiner Geschichte, auf rechtsstaatlich dünnem Boden. Er beruft sich auf die „ungestörte sexuelle Entwicklung von Kindern“ als geschütztes Rechtsgut. Ungestört bedeutet, daß sich die Sexualität von Kindern angeblich von innen heraus entwickelt und diese Entwicklung von außen gestört werden könnte – nicht etwa kann oder wird. Da der seinerzeit mit der Rettung und Neuformulierung des einstigen Unzuchtsparagraphen 176 beschäftigten SPD klar war, daß sich diese Anschauung rational nicht begründen ließ, sondern die Fakten darauf hindeuteten, daß sie falsch ist, besann sie sich auf das Konstrukt des abstrakten Gefährdungsdelikts. Es liegt lediglich eine angenommene Gefährdung – kein zwingender Schaden, wie etwa bei Körperverletzung – vor, und diese ist zudem abstrakt. Abstrakt wiederum bedeutet, daß der Gesetzgeber die Gefährdung nur zu behaupten und nicht zu begründen braucht. Eine der notwendigen Anforderungen an einen Rechtsstaat ist jedoch, daß der Gesetzgeber Gesetze stichhaltig begründen kann, und das vor allem dann, wenn er das schwerste ihm zur Verfügung stehende Mittel, das Strafrecht, anwendet. (GiGi Nr 61)“ (…) Wenden wir uns nun einem medial äußerst beliebten Unterthema der „Kindesmissbrauchs“-Hysterie zu; den „Bildergeschichten“ – sprich so genannte „Kinder- und Jugendpornographie“. Dass ein Staat Bilder bzw. Filme, die ein menschliches Auge wahrnimmt unter zunehmend schärfere Strafen stellt und bezüglich dieser Wahrnehmung eine giganmtische Hexenjagd startet hat sich zweifelsfrei in faschistische Strukturen begeben. Es war im übrigen die heutige Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger, die in ihrer ersten Amtszeit unter Kohl auf die „glorreiche Idee“ kam Vernunft und Grundrechte an dieser Stelle einmal komplett aus dem Weg zu räumen. Würde man den hier angewendeten geistigen Wahn zum Prinzip erheben würde dies folgendes bedeuten; Hat jemand, zum Beispiel in einen Geschichtsbuch Bilder von Kriegsverbrechen, getöteten Soldaten, ermordeten KZ-Insassen oder ähnliches würde er allein durch den Besitz dieser Bilder für die Dinge die dort zu sehen sind mitverantwortlich gemacht und entsprechend hart bestraft werden. Das wäre natürlich offenkundig absurd – aber genau so passiert es bei harmlosen jugendlichen Erotikdarstellungen und mitunter selbst bei kritischen Texten, die entsprechende Dinge beschreiben. Im übrigen darf jeder Mensch inklusive Kinder sich Bilder und Filme, die übelste Gewalttaten zeigen selbstverständlich straffrei annsehen. (z. B. in den Nachrichten der Systemmedien) In der Ausgabe Nr. 38 des sexualpolitischen Magazins „GiGi“ gab es weitere treffende Ausführungen zu diesem Thema:

„Ein Unterthema von „Kinderschänder“ ist Kinderpornographie. Ob nun jemand einen tatsächlichen oder sogenannten sexuellen Mißbrauch von Kindern aufzeichnet oder nicht, ist genauso unerheblich, wie wenn eine sonstige Straftat aufzeichnet wird. Selbst der Staat verargumentiert die öffentliche Überwachung unter anderem damit, daß Straftaten aufgezeichnet und angeblich verfolgbar würden. Nach diesem Credo würde er zum Kinderpornoproduzenten werden, wenn er die Möglichkeit hätte, seine Kameras in den Schlafzimmern der Kinder aufzustellen. Es wäre geradezu lächerlich, freie Bürger wegen des Besitzes eines Dokuments zu belangen, das eine Straftat schildert. Bei Kinderpornographie scheint das anders zu sein. Sie weist zwei Aspekte auf, die sie für das Repressionssystem interessant machen: Daß es erstens um angeblichen oder tatsächlichen sexuellen Mißbrauch von Kindern geht, bei diesem Thema die Meinungen gleichgeschaltet sind und sich so repressive Maßnahmen ohne großen Widerspruch realisieren lassen und zweitens die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet stattfindet, dessen technisch-freiheitliches System des ungehinderten Informationszugangs der repressiven Machtelite ein Dorn im Auge ist. Hinzu kommt, daß, wie schon zu Sokrates’ Zeiten, Kinder- und Jugendschutz immer dann zur Scheinlegitimation von Repression mißbraucht wird, wenn alle anderen Scheinargumente selbst dem desinformierten Bürger zu fadenscheinig erscheinen und folglich versagen. Kinder und Jugendliche sind für Mißbrauch prädestiniert. Allerdings weniger zu sexuellen Zwecken als zu politischen. Diese Form des Kindesmißbrauchs, der tatsächlich gesellschaftlich relevant ist, findet jedoch keinen Niederschlag im Strafgesetzbuch. Denn das wird ja von den politischen Kindesmißbrauchern selbst geschrieben. (…) Ein weiterer Grund, weshalb sich Kindesmißbrauch und Kinderpornographie in geradezu idealer Weise zum Abbau von Grundrechten eignen, ist, daß der Standardnormalo sich nicht betroffen fühlt. In Verbindung mit dem gezielt geschürten Haß auf manche sexuell Andersempfindende stimmt er jeder repressiven Maßnahme gegen die als Untermenschen ausgemachten „Perversen“ zu, ohne zu merken, daß dabei Rechtsprinzipien geschaffen werden, die seine eigene Freiheit zersetzen. Dabei steht das absolute Kinderpornographieverbot rechtsstaatlich betrachtet auf wackeligen Beinen. Als Kinderpornographie gelten pornographische Darstellungen, die den sogenannten sexuellen Mißbrauch von Kindern darstellen. Hierbei gelten solche Handlungen als sexueller Mißbrauch von Kindern, wie sie in §176 StGB festgehalten sind. §176 StGB wiederum bezeichnet jede sexuelle Handlung an oder vor einem Kind (also einer Person unter 14 Jahren) als sexuellen Mißbrauch, davon unberührt, wie alt die handelnden Personen sind und ob die sexuellen Handlungen in gegenseitigem Einverständnis erfolgten oder nicht.

(…)

Der Gesetzgeber ging mit dem Kinderporno-Paragraphen noch einen Schritt weiter. Er stellte erst 1993 die Herstellung, die Verbreitung und den Besitz von pornographischen Darstellungen eines Straftatbestands unter Strafe, dem er selbst nicht einmal glaubte. Zu diesem Zeitpunkt war die „Kinderschänder“-Hysterie schon im Gange. Dabei stützte er sich im wesentlichen auf zwei Argumente. Er behauptete, daß Kinder mißbraucht würden, um Kinderpornographie herzustellen, und daß der Konsum von Kinderpornographie selbst zu sogenanntem sexuellen Mißbrauch führen würde. Seltsamerweise wird nur bestraft, wer Kinderpornographie besitzt, sie aber nicht konsumiert, während derjenige straffrei ausgeht, der sie konsumiert, aber nicht besitzt: ein Besuch in von der Leyens und Zierckes (4) Kinderpornokino (5) ist keine Straftat. Für die Behauptung, daß der Konsum von Kinderpornographie zu sexuellem Mißbrauch führt, gibt es selbst heute keine Belege, die das vermuten lassen, geschweige denn Beweise. Allein die vielen Polizisten in den Sittendezernaten, die berufsmäßig Kinderpornographie sichten, müßten sich demnach das erstbeste Kind auf der Straße greifen und es mißbrauchen. Zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt, daß wer die Sportschau ansieht auch nicht gleich auf den Fußballplatz rennt.

Die Gesetzgebung auf diesem Feld läßt sich am besten als juristischer Amoklauf beschreiben. Erste Anzeichen deuteten sich schon an, weil nicht etwa nur die Herstellung von Kinderpornographie als Straftatbestand gewertet wurde, sondern auch ihre Verbreitung und ihr Besitz sowie der Versuch der Besitzverschaffung. Schon hier klafften Strafrecht und Ethik weit auseinander, weil weder die Verbreitung noch der Besitz und schon gar nicht der Versuch der Besitzverschaffung eines Dokuments, das eine ohnehin zweifelhafte Straftat ohne geschütztes Rechtsgut festhält, ein ethisches Unrecht ist. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein Rückfall in die Zeit der Sittenmoral im Strafrecht. Und zwar schlimmer, als sie je gewütet hat: Auf einmal ist die sexuelle Gesinnung und nicht eine auch nur vorgeschobene Handlung (der §175 in der Nazi-Fassung erfaßte selbst verliebte Blicke unter Männern als homosexuelle Handlung) Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung. Als bestrafungswürdig betrachtet das „gesunde Volksempfinden“ solche Menschen, die diese „perversen“ Bilder zur sexuellen Stimulierung konsumieren (…)

 

vollständiger Text auf dieser Seite: Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

 

Es bleibt noch abschließend festzuhalten, dass die absurden Äußerungen der grünen Fraktionsvorsitzenden, Marlis Düßmann an Irrsinn und verheuchelter Verlogenheit kaum zu überbieten sind. Über die hysterische, moralpanische “Aufarbeitung” der sexualpolitisch rechtsstaatlichen Vergangenheit bei den ÖkofeministInnen  wurde hier ja oft genug berichtet. Heute will man als Blockpartei des Unrechtsstaates BRD von einer Vergangenheit als man sich noch für bürgerrechtliche Freiheiten einsetzte natürlich nichts mehr wissen und reagiert sobald ein aktives Parteimitglied von seinem strafrechtlich verfolgten Grundrecht auf informationsfreiheit auf diesem Gebiet Gebrauch macht natürlich besonders moralhysterisch. Alles zu diesem Zusammenhang findet man hier unter dem Stichwort: “Grüne“. Diese Frau hat offensichtlich grundsätzlich gegen sexuelle Selbstbestimmung und sieht in einer Art ideologischen Wahn “Kinder”, die “sexuellen Handlungen” ausgesetzt sind. Nun es bedarf mit Sicherheit keines geheuchelten “Mitgefühls” , wenn sich (in diesem Falle) männliche Jugendliche freiwillig unbekleidet ablichten lassen oder auch ihrer sexuellen Selbstbestimmung Ausdruck verleihen. Die grüne Verlogenheit ist wie immer unübertrefflich.

Das Urteil gegen Henning Suhrkamp ist nicht rechtskräftig, da Berufung einglegt wurde. Die Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Oldenburg findet am 03.08.  ab 09.00 Uhr diesen Jahres statt.

 

für weitere im thematischen Kontext relevante Informationen auf dieser Seite siehe unter anderem  auch hier:

 

26.01.2015 – Rechtsstaat endgültig BRDigt – Verschärftes Sexualstrafrecht in Kraft getreten

Pubertätsmystik- extended- von Kurt Hartmann

Grüne Aufarbeitungshysterie live in Hamburg – Ein Erfahrungsbericht

Buchtipp: Uncle Sam’s Sexualhölle erobert die Welt…

 

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Eine Antwort zu “Hexenprozess gegen Ratsherren aus Delmenhorst (Niedersachsen)”

  1. Dieter.Gieseking sagt:

    Die Berufungsverhandlung wurde wegen Erkrankung des Verteidigers auf den 26. Oktober 2015 verschoben.

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