*Kleine Winterpause* – und – Hysterie und Hexenjagd in der Provinz…

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 23 Dezember 2016 ]

…waren die Folge eines Datenlecks in der tiefsten ostdeutschen Provinz im sächischen Vogtland. Ein Mann namens Mike B. war aus der JVA Waldheim entlassen worden und nahm sich eine Wohung in Zwota einem Vorort der westsächsichen Kleinstadt Klingenthal. Der Mann saß im Knast wegen so genannten “sexuellen Missbrauchs von Kindern” auf Grundlage der verfasungswidrigen Unrechtsparagraphen § § 176 und/oder 176a. Auf Grundlage der irrationalen Missbrauchideologie, die sich gegen sexuelle Selbstbestimmung richtet wird der Mann weiterhin als “gefährlich” eingsetuft, d. h. es ist nicht gelungen ihm in der Haft “ausreichend” das Gehirn zu waschen. Dieser Umstand rief den örtlichen Mob auf den Plan angeführt vom CDU-Bürgermeister Thomas Hennig.

Die Systemmedien bzw- -presse stürzte sich natürlich sofort in der bekannten vorwiegend desinformierenden Art und Weise auf diesen “Fall”, der zwischenzeitlich für Aufruhr bei den sächischen Hinterwäldlern sorgte. Nachfolgend eine Zusammenstellung gemischter Auszüge aus der “Berichterstattung” aus verschiedenen Quellen, die sich in ihrem Grundtenor wie immer nur unwesentlich voneinander unterscheiden:

 

 

“Die Botschaft ging in dieser Woche wie ein Lauffeuer durch den Ort: Im Klingenthaler Stadtteil Zwota lebt seit kurzem ein wegen Kindsmissbrauchs verurteilter Mann. Die Polizei hat ihn unter Beobachtung. Nur wusste davon niemand – nicht einmal der Bürgermeister wurde in Kenntnis gesetzt. Dies sorgte für Empörung. Brisant an der Sache ist, dass die Information offenbar aus Polizeikreisen durchsickerte. Die Polizeidirektion Zwickau hat ein Ermittlungsverfahren wegen der Verletzung des Dienstgeheimnisses eingeleitet. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, sind interne Informationen zu einem verurteilten und mittlerweile in Klingenthal lebenden Sexualstraftäter sowie dessen Passbilder an die Öffentlichkeit gelangt. Der Mann, dessen Identität nun auf illegalem Weg als Licht kam, sollte im Klingenthaler Stadtteil Zwota ein neues Leben beginnen. Er hatte zuvor wegen sexueller Vergehen eine Haftstrafe verbüßt. Laut Polizei besteht bei ihm die Gefahr, dass er möglicherweise erneut eine Triebtat begeht. Daher war er in das “Informationssystem zur Intensivüberwachung besonders rückfallgefährdeter Sexualstraftäter” – kurz ISIS – aufgenommen worden. Wer im ISIS-Programm erfasst ist, steht unter polizeilicher Überwachung. (…) Trotz der Vorgeschichte des Mannes wurde in Klingenthal niemand darüber informiert. Dies sei von Gesetzeswegen nicht vorgesehen, hieß es von der Polizeidirektion Zwickau. Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig ist erbost, dass ihn die Behörden im Dunkeln stehen ließen. Am Mittwoch war die Sache publik geworden. Hennig hatte von Bekannten Nachrichten mit einem Bild aus einer Polizeiakte auf sein Handy bekommen, wonach in Zwota ein gefährlicher Sexualstraftäter leben soll. Auch auf Facebook machten Auszüge aus der Polizeiakte die Runde. Demnach saß der zugezogene Mann im Gefängnis, weil er sich an einem elfjährigen Mädchen und einem elfjährigen Jungen vergangen hatte. (…) “Es ist eine große Sauerei, dass ich als Bürgermeister und wir als Stadt nicht informiert worden sind”, schimpft Thomas Hennig. Der wegen Pädophilie verurteilte Mann wohne in einer Straße, wo der Schulbus halte und es fast in jedem Haus kleine Kinder gebe. “Die Kinder werden einem ehemaligen Straftäter auf dem Präsentierteller dargeboten. In meiner Stadt möchte ich eine solche Person nicht haben! Solche Leute müssten nach Absitzen ihrer Haft in eine Sicherheitsverwahrung kommen. (Thomas Hennig, Bürgermeister Klingenthal) (…) Die Polizei ist im Vogtland gegen eine Menschenansammlung vor dem Wohnhaus eines verurteilten Sexualstraftäters eingeschritten. Am Sonntagabend hatten sich etwa 15 Personen vor dem Haus im Klingenthaler Ortsteil Zwota versammelt, der Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt in seiner Wohnung, wie die Polizeidirektion Zwickau am Dienstag auf Anfrage bestätigte. (…) Allerdings wurde eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen, da “Hier wohnt ein Kinderschänder” an die Wohnungstür geschrieben wurde. (…) “Es kam zu keinem Widerstand gegen die Polizei (…) Der Bürgermeister unterstützte die Versammlung am Samstag vor dem Haus des Sex-Täters:(…) Wegen dreifachen sexuellen Missbrauchs an einem elfjährigen Mädchen und an einem elfjährigen Jungen war der Mann vom Landgericht Zwickau im Juli 2012 zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Taten ereigneten sich laut Staatsanwaltschaft Chemnitz im Jahr 2011 in der Wohnung des Täters in Chemnitz. (…) Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig (CDU) forderte ein schnelles Handeln der Justiz: “Der Mann muss wegziehen, sonst wird sich das hier hochschaukeln.” (…) Woher der Mann stammt, ist nicht bekannt. Die Öffentlichkeit weiß nicht, was er genau getan hat (…) Besorgte Eltern melden sich bei Stadtoberhaupt Thomas Hennig von der CDU. Am Ende werden es etwa 100 Nachrichten sein, dazu findet Hennig das Dokument auch auf Facebook- Seiten, versehen mit dem Hinweis: “Passt auf eure Kinder auf!” (…) Ein Mehrfamilienhaus im Ortsteil Zwota. “Keine Werbung”, steht am Briefkasten des ehemaligen Häftlings aus Waldheim. Beim Klingeln öffnet niemand an diesem Donnerstagvormittag. Die Kripo war am Vortag da, der Bürgermeister hatte berichtet, der Mann sei zu Bekannten gezogen – vorerst. (…) Von seiner Vorgeschichte weiß die Nachbarin noch nichts. Sie habe ihn nur ein-, zweimal gesehen, sagt sie. Freundlich sei der Mann gewesen – und unauffällig. Ein jüngerer Mieter erklärt durch die Wechselsprechanlage: “Wir leben hier nicht in den USA!” Dort sind verurteilte Sexualstraftäter im Internet registriert: Adresse, Tat und ein Foto sind für jedermann einsehbar – für immer. Sein Nachbar, bekräftigt der Zwotaer, sei ein normaler Mensch. Er habe seine Strafe verbüßt und eine zweite Chance verdient. (…) „Warum muss der ausgerechnet hier bei uns leben?“ (…) Die Rede ist von Mike B. (56), einem vorbestraften und laut Gutachtern weiterhin gefährlichen Kinderschänder. Mike B. ist im Sommer in den Klingenthaler Ortsteil Zwota gezogen. Jetzt herrscht Aufruhr! Es gibt Proteste! Demos! Schmierereien! Und einen Bürgermeister, der sich nur schwer im Griff hat! Der MDR berichtete bereits. (…) Wieder ein Kinderschänder. Laut Justiz bestand für den 56-Jährigen nach seiner Haftentlassung aus der JVA Waldheim (26. August) freie Wohnungswahl. (…) Am Sonntag demonstrierten rund 15 Bewohner vor dem Haus, an dessen Tür jemand „Hier wohnt ein Kinderschänder“ geschrieben hatte. Der Sex-Verbrecher saß zu dem Zeitpunkt in seiner Wohnung. Am Samstag soll die nächste Versammlung vor dem Haus stattfinden. (…) Mike B. hat Auflagen bekommen. Er muss sich bei Polizei und Bewährungshelfer melden, bekommt regelmäßig Besuche. (…) Und das bringt Bürgermeister Thomas Hennig in Rage. Im langen Gespräch mit BILD sagte er gestern: „Dieser Mensch hat seine Rechte irgendwo vertan, wie viele Chancen sollen wir so einem geben? Ich möchte eine solche Person nicht in meiner Stadt haben.”

 

Quellen/vollständige Texte:

MDR: Dienstgeheimnis ausgeplaudert? Klingenthal in Aufruhr nach Enttarnung von entlassenem Sexualstraftäter

Freie Presse: Protest vor Wohnhaus eines Sexualtäters in Zwota

Freie Presse: Klingenthal und der Sexualtäter

Bild.de: Aufruhr gegen Kinderschänder von Klingenthal

MDR: Protest vor Wohnhaus von Sexualstraftäter

medienservice-plauen.de: Zwota: Tumult vor Wohnhaus

 

Es sei zu Beginn wieder daran erinnert, dass es sich hier um ein wahrscheinliches Justizopfer aus dem Bereich der menschenrechtswidrigen Strafgesetze im 13. Abschnitt des Strafgesetzbuches handelt, wie unter anderem die §§ 174, 176, 176a, 182, 184b, 184c und 184d StGB .
Aufgrund des Strafmaßes von vier Jahren ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich um gewaltfreie und einvernehmliche Sexualkontakte handelte und somit Mike Opfer einer schweren Menschenrechtsverletzung durch den BRD-Staat und seine verbrecherische Strafjustiz wurde. Es ist davon auszugehen, dass es hier keine Opfer ausser Mike B. als Justizopfer gegeben hat und das wie immer die eigentlich grundgesetzlich gschützte Intimsphäre von Kindern wie Erwachsenen durch eine widerliche Justiz in einem öffentlichen Hexenprozess durch den Dreck gezogen wurde. Das Justizopfer verbüsste seine Strafe in der JVA Waldheim, die über eine so genannte “Sozialtherapeutische Abteilung” verfügt. Hier werden insbesondere Justizopfer, der oben genannten Unrechtsparagraphen systematisch gehirngewaschen, denn sie haben sich ein eigentlich menschenrechtlich garantiertes persöhnliches Freiheitsrecht herausgenommen, welches politisch unerwünscht und daher jenseits von Rechtsstaat und Grundgesetz extrem kriminalisiert ist. Die Zustände in der “SothA” der Knastes in Waldheim sind dem Schreiber diese Beitrages nicht unbekannt. Vor einigen Jahren wurde diese Antalt mehrfach von mir/uns besucht im Kontext eines anderen aber auf den den gleichen Strafbestimmungen basierenden Justizverbrechens. Auf die entsprechenden Artikel auf dieser Seite wird am Ende dieses Berichts mit Verlinkungen verwiesen.
Diese Versuche einer letztlich ideologischen Gehirnwäsche (denn eine Tat, bei der jemand geschädigt wurde liegt ja nicht vor) müssen auch im Falle von Mike B. gescheitert sein. Möglicherweise leistete er verbalen Widerstand gegen den irrationalen Schwachsinn, denn man versuchte ihn einzuhämmern. Am Ende wurde, wie bei vielen anderen Justizopfern auch die weitere “Gefährlichkeit” dieser Person durch ein pseudowissenschaftliches psychiatrisches Gutachten “festgestellt” und er kam in ein Überwachungsprogramm für “rückfallgefärdete Sexualstraftäter”, wie sie unter unterschieldichen Namen in vielen Bundesländern unserer Bananenrepublik gibt. In Sachsen nennt man es eben “ISIS” (was zu Verwechselungen führen könnte). Es wird schlicht “befürchtet”, dass dieser Mann wieder versuchen könnte sein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit auch auf sexuellem Gebiet in Anspruch zu nehmen und zwar einverständlich mit Personen denen aus staatspolitisch- ideologischen Gründen aufgrund ihres jugendlichen Alters das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung per se abgesprochen wird. Es sei hier einmal angmerkt, dass sich niemand einem solchen Landesprogramm beugen muss, da es sich um kein Gesetz handelt sondern um einen grund- und menschrechtlichen äußerst zweifelhaften bürokratischen Willkürakt des jeweiligen Bundeslandes handelt. Eine Mitarbeit kann das Justizopfer auf allen Ebenen verweigern und da eine Mitarbeit des “Probanden” eine Voraussetzung für das Funktionieren solcher Menschenrecht verletzenden Programme ist, kann dieses durch den Betreffenden selbst ad absurdum geführt werden. Lediglich die Besuche bei einem Bewährunghelfer der mit gleichzeitig verfügten Führungsaufsicht bestimmt wird sind verpflichtend. Irgednwelche Gespräche muss das Justizopfer mit dem so genannten “Bewährungshelfer” aber nicht führen. Eine Verweigerung auf dieser Ebene führt dazu, dass keine Berichte über die “Entwicklung des Probanden” mit Inhalt gechrieben werden können und somit diese “Maßnahme” in ihrer Sinnlosigkeit verpufft.

Es macht angesichts der politisch ja gezielt verbreiteten Hysterie und Propaganda in diesem Bereich ja durchaus Sinn den Wohnort des aus der Haft entlassenen nicht bekannt zu geben auch nicht den kommunalen Behörden, wie dieses Beispiel ja deutlich zeigt. Offensichtlich fühlte sich ein spezielles Einzelexemplar aus der Kategorie moralhysterischer Pöbel dazu berufen, den genauen Wohnort von Mike B. in dem Provinzkaff Zwota bekannt zumachen um so gezielt eine Moralpanik auzulösen und dem von Schwarmdummheit beflügelten Lynch-Mob zu aktivieren. Die Rechnung ging, wie nicht anders zu erwarten, auf und der dumpf grunzende Pöbel rottete sich real und virtuell bei Facebook, der Online-Plattform für Pöbel, Dumpfbacken und andere Vetreter des manipulierten Dummvolkes. Die Lawine war ins Rollen gebracht und ausgerechnet der örtliche CDU-Bürgermeiter Thomas Hennig machte sich zum Anführer der moralisch Entrüsteten. Das christlich-konservative Stadtoberhaupt spart dabei auch nicht mit zutiefst menschenverachtenden Äußerungen zur Person des Justizopfers. Ebenso wie die wieder teilweise ebenfalls wieder inhuman faschistoide Sprache der Systempresse mit Begriffen wie “Kinderschänder” oder “Sex-Verbrecher” (in Anbetracht der Tatsache, dass hier der Staat und seine Handlanger die einzigen Personen sind, die die Bezeichnung Verbrecher redlich verdienen) und ähnlichem bedient sich auch der Bürgermeister einer Rhetorik, die auch bestens ins “Dritte Reich” gepasst hätte. Ganz im Sinne der übergeordneten grundrechtezersetzenden  staatsplitischen Zielsetzungen schießt er beflügelt von der Moralpanik, die er zu verstärken gedenkt selbst ungeschickt über diese hinaus. Er macht keinen Hehl daraus Mike B. aus seinem wenig attraktiven Provinznest vetreiben zu wollen und fordert lautstark die grundsätzliche Sicherungsverwahrung und damit echtes Lebenslänglich bzw. eine Todesstrafe auf Raten für alle Justizopfer der oben aufgezählten menschenrechtswidrigen Strafparagraphen, sprich Menschen, die niemanden geschadet haben sondern nur gegen ein irrationales staatliches Dogma verstossen haben. Ebenso scheint dieser Bürgermeister völlig vergessen zu haben, dass Menschenrechte unteilbar sind und niemanden abgesprochen werden können und dürfen. Herr Hennig setzt sich an die Spitze der “Bewegung” und fordert den Mob damit auf ihn “praxisnah” bei seiner Vertreibungspolitik zu unterstützen. Teilweise ist dies ja schon gelungen und das Justizopfer hat bereits vorerst die Flucht zu Bekannten angetreten. Positv angemerkt sei in diesem Zusammenhang der Umstand, dass sich nicht alle Einwohner des Örtchens politisch als Mob missbrauchen lassen, besonnen reagieren und sich nicht vor den populistischen Karren ihres Bürgermeisters spannen lassen. Eine Zunahme solches Verhaltens wäre in ähnlichen “Fällen” in der Zukunft äußerst wünschenswert. Trotzdem versammtelte sich der Mob aufgehetzt nicht zuletzt vom Bürgermeister grunzend und gröhlend vor dem Wohnhaus des Justizopfers und schmierte unter Aufbringung aller (ein bis zwei?) verfügbarer Gehirnzellen das Unwort “Kinderschänder” ohne Rechtschreibfehler an die Tür….was für eine Leistung. Für derartigen Pöbel kann ich abschließend nur tiefste Verachtung zum Ausdruck bringen.

 

Für weitere thematisch relevante Inforamtionen auf dieser Seite siehe unter anderem auch:

 

Ein kleines Beispiel für das Gesinnungssexualstrafrecht der BRD

Nicht in meinem Namen Teil I

Nicht in meinem Namen Teil 1 – Fortsetzung

Über “Missbrauch” und “Opferschutz”

Wie man ein Täterstrafrecht etabliert,

Missbrauchshysterie – Keine Propagandalüge ist zu dreist,

Das impotente Kind – Sexualmoral vs. Ethik (GiGi Nr. 38)

Positionen zur Sexualpolitik – von K. Hartmann

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

Es kann nicht sein, was nicht sein darf

 

Kleine WinterpauseBis ca. Ende Januar 2017 legen die Ketzerschriften eine kurze Winterpause ein. In dieser Zeit gibt es meist sowieso kaum Berichtenswertes.

 

winterpause

 

Poebel_Zwota

Pöbel_Bürgermeister_Thomas_Hennig_CDU

Justizopfer_Mike_B

Dummvolk-01

 

Schöne Feiertage/Solstitien und Gruß vom Krampus:

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

Statistik

  • 0
  • 251
  • 493
  • 347