Forum Homosexualität München e. V. – Die ungeliebte Rede mit dem “Pädokeulchen”

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 14 November 2017 ]

Wie bereits unter der Überschrift “Wenn die lesbisch-feministisch kontaminierte Schwulenlobby dem Missbrauchsmythos in den Arsch kriecht….” berichtet distanzierte sich das politisch angepasste Forum Homosexualität München – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur e. V. von einer bestellten Rede und dem Redner Wolfram Setz über historische Verdienste Karl Heinrich Ulrichs für die Homosexuellen-Emanzipation. Im Schlussteil seiner Rede holte Wolfram Setz dezent die (politische) “Pädokeule” heraus um unter anderem Kritik an der sich immer weiter verschärfenden strafrechtlichen Verfolgung einvernehmlicher generationsübergreifender Sexualkontakte zu üben. Wie berichtet folgte die stereotype Reaktion des Forum Homosexualität München sprichwörtlich auf dem Fuße, wobei die Rede Wolfram Setzs nicht veröffentlicht wurde. Die soll jetzt an dieser Stelle nachgeholt werden.

 

Wie bereits detailierter erläutert regierte das “Forum Homosexualität München – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur e. V. ” auf das kleine freundliche Pädokeulchen von Wolfram Setz mit der großen ideologischen Pädokeule und stellte sich kritiklos hinter die systemtragende irrationale und inhumane Missbrauchsideolgie und verleugnete letztlich die eigene Geschichte mit Blick auf die politische und strafrechtliche Schwulenverfolgung, indem man unter anderem private, selbstbestimmte und einvernehmliche Sexualkonatkte zwischen erwachsenen Menschen und so genannten “Minderjährigen” in verhetzender Sprache und entsprechend der verfassungswidrigen Strafparagrpahen “§§ 174, 176, 176a, 182, 184b, 184c und 184d StGB” zu “pädokriminellen Handlungen” erklärt. Dabei spricht man sich uneingeschränkt für die bestehende extreme strafrechtliche Verfolgung der späteren Justizopfer aus mit Folgen wie Existenzvernichtung, lange Gefängnisstrafen, Sicherungsverwahrung bis zum biologischen Ende, Zwangsgehirnwäsche im Knast usw. aus. Letztlich hätten diese Leute mit ihrer “Argumetation” auch die Schwulenverfolgung der Vergangenheit begrüßen und in der Gegenwart verteidigen müssen. Nachfolgend nun die Schlusspassage der Rede von Wolfram Setz mit einigen persönlichen Anmerkungen des Autors. Der Text wurde von Herrn Setz zur Veröffentlichung an dieser Stelle zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank von den “Ketzern”.

 

 

Kleine Dokumentation zum Thema Karl Heinrich Ulrichs und aktuelle politische Fragen

Am 26. 8. 2017 wurde in München mit einem Festakt an Ulrichs’ Auftritt vor dem Deutschen Juristentag am 29. 8. 1867 erinnert. Veranstalter war das “Forum Homosexualität München e. V.” Ich war einer der Redner.

Auf seiner Website distanziert sich das “Forum Homosexualität München e. V.” vom Schlußpassus meiner Rede. Ich habe dort zu zwei aktuellen Themen Stellung genommen – was Karl Heinrich Ulrichs meiner Überzeugung nach bei einer solchen Feier auch getan hätte. Es ging um die Rehabilitierung und Entschädigung der nach 1945 nach § 175 Verurteilten und um den Bericht einer Fachkommission zur Revision des Sexulstrafrechts.

Als ich von der geplanten Distanzierung erfuhr, habe ich gebeten, meinen Text zu dokumentieren. Dazu hat sich das Forum nicht durchringen können.

 

Schlußpassage der Rede von Wolfram Setz bei der Gedenkveranstaltung zu Ehren von  Karl Heinrich Ulrichs’ Auftritt vor dem Deutschen Juristentag 1867

München, 26. 8. 2017

…….

Ulrichs wäre unzufrieden, wenn ich nicht noch auf zwei aktuelle Ereignisse zu sprechen käme.

Rehabilitierung und Entschädigung

……

 

Ein zweiter Punkt:

Das Sexualstrafrecht ist dabei, als Ganzes wieder Thema zu werden. Und alle, die sich unter dem Buchstabenzelt LGBTIQ usw. versammeln, sollten sich dafür interessieren. Dann würden sie feststellen, daß bei den Buchstaben seit langem das “P” fehlt. Dabei denke ich nicht in erster Linie an Pansexualisten oder Polyamoriker, sondern an die Pädophilen, die bis 1994 selbstverständlich ein – wenn auch oft ungeliebter – Teil der Bewegung waren, bis die ILGA aus taktischen Gründen meinte, sich ihrer durch Mehrheitsbeschluß entledigen zu können.

Der Sexualwissenschaftler Professor Klaus M. Beier von der Charité darf zwar immer wieder einmal in der Tagesschau betonen, daß Pädophilie eine sexuelle Orientierung ist, dennoch ist die Gleichsetzung “Pädophilie = Mißbrauch” selbst in angesehenen Medien keine Seltenheit. Mir scheint es Aufgabe aller zu sein, die es besser wissen, ihre Stimme dagegen zu erheben.

Die Gelegenheit ist gegeben:

Der Bundesjustizminister hat 2015 eine Kommission eingesetzt, die das derzeitige Sexualstrafrecht im Hinblick auf Wertungswidersprüche und Systemwidrigkeiten kritisch prüfen sollte.

Das 1400 Seiten umfassende Gutachten liegt vor. Einstimmig empfiehlt die Reformkommission, den 13. Abschnitt des StGB “vollständig neu zu ordnen und zu systematisieren”. LGBT etc. sollte sich an dieser Diskussion beteiligen. Das wäre im Sinne von Karl Heinrich Ulrichs, der stets über den Tellerrand eigener Belange hinausgeschaut und Solidarität mit den “vergewaltigten oder geschmähten” eingefordert hat.

(…)

 

Die Reaktion des Forum Homosexualität München – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur e. V. ” war bekanntlich folgende:

 

“Das forum homosexualität münchen e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur – distanziert sich ausdrücklich von den Aussagen, die Wolfram Setz im Rahmen seiner Rede während des Festakts für Karl Heinrich Ulrichs zum Thema Pädophilie bzw. Pädosexualität geäußert hat. Diese Inhalte waren von uns weder angefordert noch mit uns abgesprochen. Setz war vielmehr als ausgewiesener Ulrichs-Spezialist eingeladen worden, um über dessen historische Verdienste für die Homosexuellen-Emanzipation zu berichten. Insbesondere distanzieren wir uns von dem Vorhaben, das Kürzel LGBTIQ um ein P für Pädophilie zu erweitern. (…) Selbstverständlich gehen wir davon aus – wie übrigens auch Karl Heinrich Ulrichs –, dass einvernehmliche sexuelle Beziehungen in keiner Weise vom Strafrecht erfasst werden sollten. Wir sind aber auch davon überzeugt, dass dieses Einvernehmen bei Jugendlichen unterhalb der gesetzlichen Schutzaltersgrenzen in Beziehungen zu Erwachsenen wegen des fehlenden oder noch nicht voll entwickelten sexuellen Bewusstseins der Jugendlichen nicht vorausgesetzt werden kann. Deren Schutz hat daher Vorrang vor dem sexuellen Begehren der Erwachsenen, so dass solche Übergriffe sanktioniert werden sollten. Besonders ärgerlich finden wir es, dass durch Setz` Behauptungen Karl Heinz Ulrichs für pädosexuelle Anliegen instrumentalisiert wird, obwohl sich in seinen Schriften kein Hinweis auf pädophiles Verlangen findet. (…) Und er fordert keine Straffreiheit für pädokriminelle Handlungen, (…) Setz` Aussagen sind also eine unzulässige Vereinnahmung, die der Person und den Auffassungen von Ulrichs und auch unseren widerspricht.”

 

Ohne Nachzudenken stellt man sich hier in beschämender Art und Weise geradzu reflexartig auf die Seite staatlicher Repression und der daraus folgenden mitunter schweren Menschenrechtsverletzungen durch die Strafjustiz.  Dafür erfindet man dann auch eine eigene Wortschöpfung und spricht bei Kindern und Jugendlichen voneinem fehlenden bzw. noch nicht vollständig “entwickelten” sexuellen Bewusstsein.  Da Sexualität eine biolgisch angeborene menschliche Eigenschaft ist ergibt dieses Argument auf den ersten Blick keinerlei Sinn. Gemeint ist hier wohl vielmehr ein sozialer  gesellschaftlicher Anpassungsprozess, der zu der (irrationalen) Erkenntnis führt, dass nur bestimmte Spielarten von Sexual- und Sozialverhalten gesellschaftlich toleriert werden und einige Formen sexuell selbstbestimmten Handelns höchstgradig unerwünscht und kriminalisiert sind. Mit einer solchen Argumentation hätte man auch den Strafparagraphen § 175 rechtfertigen und verteidigen können.  Weitere Ausführungen zu der Stellungnahme des Forums Homosexualität München – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur e. V   im vorangegangenen Artikel: Wenn die lesbisch-feministisch kontaminierte Schwulenlobby dem Missbrauchsmythos in den Arsch kriecht….

Es sei noch angemerkt, dass man eine Figur wie “Prof” Klaus M. Beier und seine Schergen vom pseudowissenschaftlichen politisches Gehinrwäschenetzwerk “Kein Täter werden“nicht wirklich als Sexualwissenschaftler bezeichnen kann, denn mit ihrem eugenischen Ansatz und den Methoden der Gehinrwäsche inklusive chemischer Kastration  verssuchen sie mittels erzeugter kognitiver Verzerrung ein normgemäßes irrationales und inhumanes “sexuelles Bewusstsein” manipulativ herzustellen um potenzielle sexuelle wie soziale “Volksschädlinge” zu neutralisieren und anzupassen.

Über die Reformkommission Sexualstrafrecht und ihr umfanreiches Gutachten wurde hier ausführlich berichtet. Leider will man dort erschreckend wortreich den bestehenden menschenrechts- und verfassungswidrigen Status Quo erhalten und neben wenigen geringfügigen vorgeschlagenen Liberalisierungen hat man weitere Vorschläge für direkte wie indirekte Gesetzesverschärfungen im Gepäck. Verbesserungen infolge dieses Pseudogutachtens sind also kaum zu erwarten. Details dazu finden sich in den beiden Artikeln hier zu diesem Thema.

Für weitere Informationen siehe hier auch:

Wenn die lesbisch-feministisch kontaminierte Schwulenlobby dem Missbrauchsmythos in den Arsch kriecht….

Göttinger Institut für Demokratieforschung – Wie man wieder einmal mit der „Pädokeule“ Geschichte klittert.

Zwischen erneuter Verschärfung und Status Quo – „Reformkommission Sexualstrafrecht“ übergibt Abschlussbericht – Teil I

Zwischen erneuter Verschärfung und Status Quo – Reformkommission Sexualstrafrecht übergibt Abschlussbericht – Teil 2

Moral-Panic-Queen

Wenn ein „Zeitgeist“ längst den Verstand verloren hat…

Zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Rüdiger Lautmann Festschrift und Lesung

Nochmals Felix Rexhausen – „Queere“ Anbiederung vs. schwul – katholische Demagogie

Felix Rexhausen und die Menschenrechte

Schwules Museum Berlin: Erst Heuchelei dann Schüsse

Die Siegessäule und die Pädokeule

Grüne Aufarbeitungshysterie: Göttinger Institut für Demokratieforschung legt Abschlussbericht vor

Die „Grünen“ und die Zeitgeister: Die Aufarbeitungshysterie geht weiter

Hysterische „Aufarbeitung“ beim Kindersch(m)utzbund – Abschlussbericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung

Nachtrag: Zwischenbericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung

Nachschlag aus dem Sommerloch II – Kreuzberger Gruselnächte und ein Sozialpädagoge mit Zeitgeist

700.000 Euro Staatsgelder für Psycho-Folter an Jugendlichen….

TAZ : emotionale Entrüstung und missbrauchsideologische Demagogie…

Stadtmagazin Siegessäule – Die „Berliner Pädo Debatte“ und ein unbequemer Zeitzeuge

Stadtmagazin „Siegessäule“ biedert sich an bei Sexualeugenikern

Wenn ein “Zeitgeist” längst den Verstand verloren hat..

Grüne Aufarbeitungshysterie live in Hamburg – Ein Erfahrungsbericht

Grüne Aufarbeitungshysterie – Exorzismus in Berlin – wie man den Teufel der Vernunft und sexueller Selbstbestimmung sicher austreibt – Teil 1

Grüne Aufarbeitungshysterie – Exorzismus in Berlin – wie man den Teufel der Vernunft und sexueller Selbstbestimmung sicher austreibt – Teil 2

Das impotente Kind – Sexualmoral vs. Ethik (GiGi Nr. 38)

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

Positionen zur Sexualpolitik von K. Hartmann

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

Statistik

  • 0
  • 335
  • 511
  • 291