BRD – Gesinnungsstrafrecht: Dreieinhalb Jahre Knast für die Verbreitung von Darstellungen sexueller Selbstbestimmung

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 07 Mai 2018 ]

Bereits im Sommer letzten Jahres veranstalteten, wie berichtet, Hexenjäger des BRD-Regimes mit Unterstützung von “Kollegen” aus Österreich eine umfangreiche Hexenjagd gegen Betreiber und Nutzer einer Plattform im so genannten “Darknet” (TOR-Netzwerk), die im Rahmen des Grund- und Menschenrechts auf Meinungs- und Informationsfreiheit Darstellungen sexueller Selbstbestimmung(sfähigkeit) junger Menschen (“Kinder“- und “Jugendpornograpie“) zur Verfügung stellten. Diese Seite namens “Elysium” soll ca. 87.000 Nutzer gehabt haben und somit gäbe es die entsprechende Anzahl potenzieller Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch Ermittlungsbehörden und Justiz. Tatsächlich wurden bisher in der deutschen Bananenrepublik zwei Personen zu Opfern der Inquisitionsbehören. Darunter auch der 50-jährige Moderator der Plattform, der jetzt von einem Hexentribunal verurteilt wurde. Mehr dazu im folgenden Artikel.

Grundsätzlich geht es hier einmal wieder um von für staatliche Menschenrechtsverletzungen missbrauchte Steuergelder infolge der seit Jahren laufend verschärften grundgesetzwidrigen Strafparagraphen §§ 184b, 184c und 184d StGB, welche eine immer größere Zahl von filmischen, bildlichen oder auch textlichen Darstellungen tatsächlich oder vermeintlich minderjähriger Personen unter immer härtere Strafen. Selbst wenn es sich um Gewalttaten handeln würde darf auch der Besitz, die Weitergabe sowie das bloße Betrachten solcher Bilder/Filme in einem Rechsstaat, der seine Gesetze an den Grund-Menschenrechten ausrichtet nicht strafrechtlich verfolgt werden, da es sich um reine Informationen handelt. In der Absurdität des bestehenden Täter- und Gesinnungsstrafrecht in diesem Bereich wird der Betrachter/Besitzer solcher Darstellungen für den Inhalt der wahrgenommmenen Informationen strafrechtlich verantwortlich gemacht. Würde mann dieses Prinzip generell anwenden wäre Besitzer eines Geschichtsbuches mit Bildern aus einem Krieg oder auch nur der Zuschauer von Fernsehnachrichten in denen über einen Krieg berichtet wird plötzlich ein Kriegsverbrecher und würde entsprechend bestraft werden. Hier zeigt sich wie grotesk die Strafgesetzgebung ist, wenn es um die Darstellung jugendlicher Sexualität geht. Hinzu kommt die Tatsache, dass es hier überhaupt keiner Gewaltdarstellungen bedarf, sondern es genügen Bilder/Filme die einvernehmlich und freiwillig praktizierte Sexualität zeigen oder auch nur Aktdarstellungen bzw. Bilder/Filme mit bekleideten tatsächlichen oder vermeintlichen “Minderjährigen”, die in einer rechtlich nicht näher bestimmten Art irgendwie “posieren”. Bei derartigen menschenrechtswidrigen und verbrecherischen Strafbestimmungen kann man sich dann vorstellen was die hochbezahlten Hexenjäger mit Beamtenstatus unter “härtester Kinderpornografie” versteht. Für eine derartige Diffamierung reichen vermutlich Bilder aus, die in früheren Zeiten selbstverständlicher Bestanteil von Büchern zur sexuellen Aufklärung waren. Im vorliegenden Fall wurde nun ein Moderator der inkriminierten Tor-Netzwerk-Plattform zum Justizopfer in Form einer schweren Menschenrechtsverletzung, denn dieser Mann hat keine Person geschädigt oder irgendeinen anderen Schaden angerichtet sondern nur aktiv gegen eine irrationale politisch-ideologische Norm verstossen. Die Systempresse berichtet wie üblich im Rahmen ihres Propaganda- und Desinformationsauftrages in Form der üblichen Mischung aus Moralhysterie und Hofberichterstattung wie folgende Auszüge zeigen:

 

 

Einem 50-jährigen Mann aus Albstadt wird vorgeworfen, ein Forum für Kinderpornos im so genannten Darknet betrieben zu haben. (…) der sitzt Mann seit November 2017 in Untersuchungshaft. Am 30. April begann die Verhandlung vor der Großen Strafkammer des Landgerichts in Hechingen. Wie Gerichtssprecher Schwarz informiert, legt ihm die Staatsanwaltschaft zur Last, zusammen mit anderen Beteiligten das Forum zur Verbreitung von Kinderpornografie nicht nur betrieben zu haben, sondern in konkret fünf Fällen „kinderpornografische Schriften“ – unter diese juristische Formulierung fallen Texte, Bilder und Filme – verbreitet und an andere weitergegeben zu haben. Auch soll er laut Anklageschrift selbst größere Mengen unterschiedlichster Kinderpornografie besessen haben. Dies habe eine polizeiliche Durchsuchung bei dem Angeklagten, vermutlich in dessen Wohnung, ergeben. Zugang zu dem international genutzten Forum erhielten die Teilnehmer nach bisherigen Ermittlungen durch die Installation eines so genannten TOR-Browsers (…) Zudem habe der 50-Jährige in dem von ihm und einem 45-jährigen Mann aus Hessen betriebenen Forum Moderatorentätigkeiten ausgeübt. (…) Aufgrund umfangreicher polizeilicher und staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen seit Frühjahr 2017 seien im November 2017 und März 2018 zwei Tatverdächtige im Alter von 45 und 50 Jahren festgenommen worden, (…) Ermittlungen zu weiteren Beteiligten des Forums und des Chats laufen.
(…)
Mehrere Tausend kinderpornografische Bilder hatte ein 50-Jähriger aus dem Zollernalbkreis auf seinem Computer, als er im November 2017 festgenommen wurde. Jetzt steht er vor Gericht. (…) Ein 50-jähriger Verwalter eines Kinderporno-Forums ist vor dem Landgericht Hechingen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er sich unter anderem der bandenmäßigen Verbreitung und des Besitzes von Kinderpornografie schuldig gemacht hat (Az.: 1 KLs 14 Js 2125/18). Der Mann aus dem Zollernalbkreis hatte unter dem Decknamen «Commander» im Darknet Bilder und Videos verschickt – laut Staatsanwalt «teilweise härteste Kinderpornografie».
Der Verteidiger des Mannes verlas zum Prozessauftakt eine Erklärung, wonach der Angeklagte alle Taten einräumt und bereut. Sein Mandant habe in der Haft erkannt, «welche abscheulichen Taten an den Kindern verübt wurden», sagte der Anwalt. Über 8000 kinder- und jugendpornografische Dateien fanden Ermittler auf den Festplatten des Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft gefordert, der Verteidiger zwei Jahre und neun Monate.

 

Quellen/vollständige Texte:

schwaebische.de: Mann aus Albstadt soll Kinderpornos vertrieben haben (von Holger Much)

Welt.de: Verwalter von Kinderporno-Plattform: dreieinhalb Jahre Haft

 

Die Schwere dieses Justizverbrechens mit der Folge einer schweren Menschenrechtsverletzung zeigt sich schon an dem Umstand das der 50-Jährige seit November letzten Jahres in Untersuchungshaft sitzt und offenkundig zermürbt wurde. Ebenso zeigt die Zuständigkeit einer großen Strafkammer, dass hier ein Verhalten ohne Täter und ohne Opfer infolge eines grundgesetz- und menschenrechtswidrigen Täter– und Gesinnungsstrafrecht auf völlig groteske Art und Weise zu einem “Schwerverbrechen” mutiert. Echte Gewalttäter, die Menschen halbtot prügeln kommen kaum in Untersuchungshaft und müssen auch nicht mit einem derart harten Urteil von dreieinhalb Jahren Gefängnis rechnen sondern verlassen das Gericht meist mit einer Bewährungssstrafe und können munter weiterprügeln. Es handelt sich offensichtlich um ein politsches Verfahren bei dem staatspolitische Interessen, die ja über einen massiven Abbau von Grund- bzw- bürgerlichen Freiheitsrechten durch ständige Verschärfungen und Ausweitungen des Sexualstrafrechts umgesetzt werden. Die Hexenjagd hinsichtlich weiterer Nutzer dieses Forums scheint ja (glücklicherweise) bisher nicht sonderlich erfolgreich zu sein. Ach wie schrecklich, das Justizopfer besaß  ca. achttausend Darstellungen sexueller Selbstbestimmung von Minderjährigkeit betroffener Menschen. Bei der heutigen Geschwindigkeit der Datenübertragung im Netz kann man hier von erstaunlich wenig Material sprechen, welches grundgesetzwidrig inkriminiert wird. Offensichtlich hat der ehemalige Moderator des Elysium Forums  auch einen grottenschlechten Rechtsanwalt als Strafverteidiger gewählt, der hier offensichtlich als Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft agiert hat und seinem Mandanten unter anderem “geraten” hat sich heuchlerisch mit gespielter “Reue” bei der menschenrechtsverletzenden Justiz einzuschleimen und sich der grotesk-inhumanen Missbrauchsideologie zu unterwerfen. Denn tatsächlich und logisch betrachtet hat er keinem einzigen Kind etwas angetan und genutzt hat ihm seine Schleimerei letztlich gar nichts.

 

siehe dazu auch:

 

Schwerer Schlag gegen sexuelle Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit

 

sowie unter anderem:

 

“Kinderporno”- Hysterie an schweizer Schulen

Auch kein Kinderkram…

Nichts ist unbeliebter als die Wahrheit

Hexenprozesse, Justizverbrechen und ein Phantom im Dienste der Staatsraison

Welche Anforderungen muß ein Strafgesetz erfüllen?

Das Lügenmärchen von der “kindlichen Unschuld” (II)

Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie (Prof. Dr. habil. Kurt Starke

BRD-Sexualstrafrecht – ein vergifteter USA-Import

Und nach dem Raubzug folgt die Inquisition…

Missbrauchsmythos, Kinderschänderwahn und die Folge

Und nach dem Raubzug folgt die Inquisition…

Das impotente Kind – Sexualmoral vs. Ethik (GiGi Nr. 38)

Und noch einmal – Hexenjäger auf Raubzug

Blick auf einen „schlimmen Menschen“ – Der Hexenjäger von Siegburg

Pubertätsmystik- extended- von Kurt Hartmann

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

u. v. a. m.

 

3 Antworten zu “BRD – Gesinnungsstrafrecht: Dreieinhalb Jahre Knast für die Verbreitung von Darstellungen sexueller Selbstbestimmung”

  1. torquato sagt:

    Man sollte davon ausgehen, dass enstprechende Server im “darknet” auch von der Polizei selber betrieben werden. Das sollte man immer beachten, wenn ein Server im “darknet” wiedereinmal von den Toren beim BKA hochgenommen wurde. Seit kurzem gibt es eine entsprechende Ermächtigung. Aus bisher illegal wird legal, wenn die Polizei selber “gefälschte”(?) Kinderpornos ins Netz stellen darf.

  2. derwieder sagt:

    “Ach wie schrecklich, das Justizopfer besaß ca. achttausend Darstellungen sexueller Selbstbestimmung von Minderjährigkeit betroffener Menschen.” Wenn der Readaktuer aber die Bilder nie gesehen hat, und auch die Umstände ihres Zustandekommens nicht kennt, woher weiß er dann von der “Selbstbestimmung”? Könnte nicht doch irgendeine Art Zwang im Spiel gewesen sein? Das könnte man bei Adultpornos natürlich auch vermuten, klar. Bei der Darstellung kriegerischer Ereignisse ist sogar immer Zwang im Spiel. Außerdem ist es eine realistische Vermutung, daß breite Berichterstattung über kriegerische Ereignisse diese durchaus fördern o. sogar verursachen können. Trotzdem fällt “Kriegsberichterstattung” (die oft nichts weiter ist als Propaganda) unter die “Pressefreiheit”, ohne das die Presse dafür kriminalisiert würde, Bilder von einem Gemetzel zu veröffentlichen. Da zeigt sich, das nicht nur die Darstellung, sondern sogar das Tun selber bei ärgster Gewaltkriminalität mehr Duldung (oder sogar Zustimmung!) erfährt als der bloße Besitz oder die Verbreitung “kinderpornografischer Schriften”. Es gibt auch nicht die Spur eines Belegs dafür (mal abgesehen vom Plattkopfgesülse der “Experten”), daß die Verbreitung der “Schriften” zu Taten anreizt.

    • Leonard Forneus sagt:

      Da weder der genaue Inhalt noch die Art und Weise der Entstehung der kriminalisierten Bilder/Videos bekannt sind, gehe ich erstmal vom Wortlaut der Gesetze aus. Daher sind freiwillige und einvernehmlich entstandene Aufnahmen sowie potemziell auch Aktdarstellungen und Bilder/Filme mit bekleideten Personen, die jung genug aussehen und posieren als illegale “Pornographie” klassifiziert. Insgesammt dürften derartige Aufnahmen die weit überwiegende Merheit der so genannten “Kinder- und Jugendpornographie” ausmachen und daher bilden diese erstmal die Grundlage der Bewertung. Natürlich mag es in extrem geringer Menge auch andere Dinge geben aber auch das ist egal soweit es nur um den Besitz geht, denn auch der Besitz von Bildern und Filmen, die Gewalt zeigen ist in jedem nicht sexuellen Kontext legal, denn es handelt sich schließlich nur um Informationen. Wäre es anders könnte schon die “Tagesschau” zu einem strafrechtlichen Problem werden….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

Statistik

  • 1
  • 33
  • 310
  • 318