Sommerpause beendet – Märchenstunden im Elysium

[ Autor von diesem Artikel: Leonard Forneus ] [ Verfasst am 14 September 2018 ]

Die Sommerpause und scheußlichste Jahrszeit, der Sommer, der dieses Jahr mit unerträglicher Hitze, widerlichem Sonnenschein und extremer Trockenheit glänzte, sind wieder Geschichte und der Herbst hat endlich begonnen. Über die Eröffnung des Hexentribunals (Hauptverhandlung) vor dem Landgericht Limburg gegen die Betreiber, Moderatoren und technischen Mitarbeiter der ehemaligen TOR-Netzwerk-Plattform “Elysium” auf der in Ausübung grundlegender Bürger- und Menschenrechte Informationen ausgetauscht wurden, welche die strafrechtlich und ideologisch negierte sexuelle Selbstbestimmungsfähigkeit “minderjähriger Personen” dokumentieren (“Kinder – und Jugendpornographie“) wurde hier ja bereits vor der Sommerpause berichtet. Wie sich bereits andeutete offenbart sich jetzt eine “Verteidigungsstrategie”, die an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Mehr zu dieser Märchenstunde vor dem Landgericht Limburg (Lahn) im folgenden Bericht.

Die Angeklagten und zukünftigen Justizopfer mögen infolge teilweise möglicher Hintergründe tatsächlicher Gewalthandlungen und aufgrund ihres verhuschten und peinlichen Verhaltens vor dem Inquisitionsgericht im erzkatholischen Limburg einem nicht unbedingst sympathisch erscheinen. Dies ändert jedoch nichts an den grundlegenden politischen Zusammenhängen und den Menschenrechtsverletzungen, welche durch Polizei, Staatsanwaltschaft undStrafjustiz hier begangen werden. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass hier ein Exempel statuiert werden soll und die harten Urteile längst feststehen und jetzt nur noch der passende politische Schauprozess dazu öffentlich aufgeführt wird. Dazu passt dann auch das groteske Verhalten der bisher vernommenen Angeklagten. Darüber berichtet die Systempresse natürlich gern und nicht ohne Hohn.

Trotz einiger absurder Begleitumstände und möglicherweise teilweise fragwürdiger Hintergründe, wie oben erwähnt,  geht es auch hier im Kern um eine virtuelle Plattform, welche Menschen in Ausübung elementarer Menschen- bzw. bürgerlicher Freiheitsrechte Informationen zu erhalten bzw. diese auszutauschen. Dabei handelte es sich natürlich um grundgesetzwidrig kriminalisierte Darstellungen sexueller Selbstbestimmung(sfähigkeit) junger Menschen sowie seit der letzten Strafverschärfung ebenfalls kriminalisierter FKK-Darstellungen (“Kinder– und Jugendpornographie“) Auch hier werden mit hoher Sicherheit die immergleichen Materialien weitergegeben worden sein, welche eben etwas zeigen, dass es laut systemtragender politischer Dokktrin nicht gibt, denn Personen unter 14 bzw. mit Einschränkungen unter 18 Jahren Jahren wird ja die Fähigkeit zu einer selbstbestimmten Sexualität per Strafgesetz abgesprochen. Auch Filme und Bilder die einst legal produziert wurden, werden wieder dabei gewesen sein. Das heist, das die zahlreichen Nutzer nur von ihrem Grund- und Menschenrecht auf Informationsfreiheit als Teil der Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht haben. Diese werden soweit sie erfasst werden dann auch zu Opfern erheblicher Menschenrechtsverletzungen durch Polizei, Staatsanwaltschaften und Strafjustiz. Hier werden denkbar weit entfernt von rechtsstaatlichen Prinzipien aus machtpolitischen Gründen wieder Menschen für Dinge verantwortlich gemacht, die sie lediglich als Information wahrgenommen haben. Dabei muss es sich dann nicht einmal um strafrechtlich relevante Inhalte, denn es genügen bekanntlich Bilder jung aussehender Menschen, die bekleidet sind und nicht näher definiert posieren oder deren Hose verrutscht ist. Über das einstige “Paradies” der Meinungs- und Informatiosnfreiheit im TOR-Netzwerk berichtet die Systempresse in der üblichen Form der systemtreuen unkritischen Hofberichterstattung und dies nicht ohne Spott, der sich hier auch tatsächlich anbietet. Hier einige Auszüge:

 

 

“Sie beschäftigen sich monatelang mit Kinderpornos – ohne sich wirklich für Kinderpornos zu interessieren. Das ist die erstaunliche Aussage zweier Angeklagter im Prozess um ein entsprechendes Portal im Darknet. Strafmildernd dürfte sie sich nicht auswirken. Frank M. ist entweder ein tragischer Held oder ein schamloser Lügner, so viel steht gleich zu Beginn der Strafverhandlung am Landgericht Limburg fest, als sein Verteidiger eine Erklärung in seinem Namen verliest. Fest steht auch, dass er den Server betrieb, auf dem zwischen November 2016 und Juni 2017 die Darknet-Seite Elysium lief. Elysisch, also himmlisch oder paradiesisch, war aber nichts von dem, was sich dort abspielte. Als Ermittler des Bundeskriminalamts und der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität den Server in der Autowerkstatt von Frank M. beschlagnahmten, zählte er mit mehr als 110.000 registrierten Accounts und einem gewaltigen Archiv an Fotos und Videos zu den größten Kinderpornographie-Plattformen der Welt. (…) Zur Erklärung dieses ziemlich kompromittierenden Befunds trägt der 40 Jahre alte M. im Gerichtssaal eine erstaunliche Geschichte vor: 2014 habe er (…) einen Weg ins Darknet gefunden und beschlossen, eine kinderpornographische Seite nach der nächsten zu infiltrieren und zu „stören“. Freunden oder Familienmitgliedern verrät er von diesem mutigen Vorhaben nichts; sie bleiben im Dunkeln, während M. seine Laufbahn durch zahlreiche Foren (…) antritt. Er taucht immer tiefer ein in diese Welt und wird schließlich Teil des Moderatorenteams von „The Giftbox Exchange“ (TGE), einem Pädophilen-Forum mit 67.000 Usern, das im November 2016 von australischen Behörden geschlossen wird. Wenige Wochen später bringt M. zusammen mit Joachim P. und zwei weiteren Männern, die ebenfalls in Limburg vor Gericht stehen, Elysium als Nachfolger von TGE ans Netz. (…) Warum hat er den Elysium-Server mehr als ein halbes Jahr lang betrieben, ohne die Behörden zu informieren, wenn es ihm doch darum ging, die Nutzer auffliegen zu lassen? Das hätte er fest vorgehabt, die Polizei sei ihm dann mit der Beschlagnahme aber knapp zuvorgekommen. „Schlechtes Timing, nicht wahr?“, kommentiert Richter Schneider lakonisch. In diesem Stil geht es weiter. M. hangelt sich von behaupteter Erinnerungslücke zu fadenscheiniger Erklärung zu offenkundigem Widerspruch, begleitet vom Lächeln der Staatsanwältin (…) Formell ist es ein Geständnis, das er da ablegt, aber gewiss keines, das ihm eine mildere Strafe sichern könnte, wenn die Richter ihm seine Rolle als verdeckter Ermittler nicht doch abnehmen sollten. Ohne allzu viel in ihr Frageverhalten und ihre Reaktionen hineinlesen zu müssen, lässt sich sagen: Das tun sie nicht. Als nächstes ist Bernd M. an der Reihe. Der Siebenundfünfzigjährige war als Moderator auf Elysium aktiv, sollte Streits zwischen den Usern schlichten und Verstöße gegen die Forenregeln ahnden. Auf die Rolle als dienstbarer „Anstands-Wau-Wau“ will er seine Aufgabe beschränkt wissen, (…) Auf die bei Elysium und weiteren Foren geposteten Bilder und in die Filme habe er höchstens „kurz mal reingeschaut“, (…) Ganz sicher sitze er nicht da und „gucke stundenlang Pornos (…) sei er ja (…) keinesfalls pädophil. „Wir haben die anderen Angeklagten noch nicht gehört“, sagt Richter Schneider, „aber es ist schon bemerkenswert, dass Sie und Herr M. so viel Zeit in Kinderporno-Foren verbracht haben, ohne sich überhaupt für Kinderpornos zu interessieren.“ (…) Nicht zum ersten Mal wundert man sich, zu welchem Aussageverhalten die Verteidiger ihren Mandanten hier raten. Erklärlich sind sie wohl nur als der Versuch, den schönen Schein zu wahren, den ihnen das Gericht nicht abkaufen wird.(…)

 

Quelle/vollständiger Text:  FAZ: Kinderpornographie-Plattform : Die Väter von Elysium (Von Constantin van Lijnden)

 

Zwar ist hier die “Beweislage” infolge der im Sinne der Grund- und Menschenrechte verbrecherischen Gesetze wie §§ 184b, 184c , 184d und 184e StGB hier sehr wahrscheinlich ziemlich eindeutig und somit weder ein Freispruch noch “milde Urteile” zu erwarten, doch ein derartig groteskes und verhuschtes Verhalten der hier angeklagten zukünftigen Justizopfer bietet für die Propaganda der Systemmedien/Systempresse eine optimale Vorlage für Hohn und Spott und das leider nicht völlig unberichtigt.  Statt sich als Opfer politischer Verfolgung und einer Folge von erheblichen Menschenrechtsverletzungen darzustellen und ihr Handeln politisch zu rechtfertigen präsentiert man groteske Geschichten von “braven gesetzestreuen Bürger” , der eigentlich ganz im Ungeist der systemimmanenten Missbrauchideologie eigentlich die Verbreitung von “Kinder- und Jugendpornographie” “bekämpfen” wollte und macht sich so derart lächerlich, dass dieser Hexenprozess nun tatsächlich zur Komödie mutiert. Nicht viel weniger komisch ist die Behauptung lediglich als Moderator auf die Einhaltung der Forenregeln geachtet haben zu wollen. So entsteht dann der Eindruck, dass sich niemand der bisher im Schauprozess vernommenen Angeklagten sich in irgendeiner Form für Darstellungen sexueller Selbstbestimmung “minderjähriger” Personen interessiert und Erinnerungslücken erledigen den Rest bei dieser aberwitzigen Märchenstunde von allen Seiten. Es stellt sich hier ernsthaft die Frage nach der fachlichen Qualität der mit der Verteidigung beauftragten Rechtsanwälte, die ja diese Strategie entworfen- oder zumindest gebilligt haben. Auch wenn es am Veranstaltungsort des Hexentribunals  für eine locker-humorvolle Stimmung sorgt, so agieren diese  Strafverteidiger doch als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft, denn “milde Urteile” werden sie für ihre Mandanten so kaum erreichen können. Das mangelnde Rückgrat der bisher aussagenden Angeklagten ist wirklich signifikant und wird ihnen im Ergebnis definitiv nicht zum Vorteil gereichen. Der Kommentar im vorangegangenen Artikel zu diesem “Fall” bringt es recht gut auf dem Punkt denn dort heist es unter anderen:

 

“Trotzdem wäre es ganz nett, wenn die Angeklagten nach dem Prozess und ihrer Verurteilung der Öffentlichkeit Akteneinsicht gewähren würden, z.B. durch Veröffentlichung der wesentlichen Prozessakten. In diesen Akten würden sich dann regelmäßig die wichtigsten Beweise gar nicht befinden. Sattdessen viel Gelaber und willkürliche Konstruktionen, gesättigt mit Vorurteilen des Gerichts u. der Staatsanwaltschaft, alles zusammengeklebt von der sog. “freien Beweiswürdigung”.

Aber die Angeklagten kneifen ja immer und sind voll geständig, anstatt sich die Vergehen im Einzelnen nachweisen zu lassen. Damit verstärken sie natürlich den Eindruck in der Öffentlichkeit, alles habe schon seine Richtigkeit, und es wären von einer vertrauenswürdigen Justiz wirklich schwerwiegende Verbrechen abgeurteilt worden.”

 

Dieser Eindruck, dass es hier um “schwerwiegende Verbrechen” durch die Angeklagten geht wird sich auch durch anbiedern und unglauwürdiges schleimen der baldigen Justizopfer nicht verändern. Es bleibt abzuwarten was die übrigen  Angeklagten zum Besten geben und mit welchem menschenrechtsverletzenden Urteil bzw. Urteilen die Märchenstunde im Elysium schließlich endet.

In einem Kommentar zum vorangegangenen Artikel wurde unter anderem treffen ausgeführt:

Das die BL und GL sich dabei verbiegen und verleugnen müssen, wird nicht bedacht. Sie verlieren Ihre Würde & Selbstachtung, um den Normen zu entsprechen. DAS setzt sich auch im Strafvollzug fort. Ganz abgesehen davon, dass eine solche Haltung politisch kontraproduktiv ist.

Siehe hier unter anderem auch:

Sommerloch – kleine Sommerpause 2018, Elysium und andere Restbestände

 

BRD – Gesinnungsstrafrecht: Dreieinhalb Jahre Knast für die Verbreitung von Darstellungen sexueller Selbstbestimmung

Schwerer Schlag gegen sexuelle Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit

BRD Gesinnungsstrafrecht: Wenn ein Aufklärungsfilm zur “Kinderpornographie” mutiert

Schlimmer gehts nimmer: Hexenjagd infolge eines Bildes, das einen bekleideten Jungen zeigt

Schaurige Bilderstürmer – Systempresse macht wieder Propaganda für Hexenjäger

Bilderstürmer: Die Folgen eines Irrsinns…

26.01.2015 – Rechtsstaat endgültig BRDigt – Verschärftes Sexualstrafrecht in Kraft getreten

BRD-Sexualstrafrecht – ein vergifteter USA-Import

Auch kein Kinderkram…

Nichts ist unbeliebter als die Wahrheit

Welche Anforderungen muß ein Strafgesetz erfüllen?

Buchtipp: Uncle Sam’s Sexualhölle erobert die Welt…

Und nach dem Raubzug folgt die Inquisition…

Das Lügenmärchen von der “kindlichen Unschuld” (I)

Das Lügenmärchen von der “kindlichen Unschuld” (II)

Hexenjäger – auf den Hund gekommen

Hexenjagd International

Pubertätsmystik- extended- von Kurt Hartmann

FKK-Bilderverbot, Gehirnwäsche und Vorratsdatenspeicherung

Der alltägliche Bildersturm….

Viel Hokuspokus und der Kinderpornoparagraph – GiGi-Nr.52

Sexualstrafrecht – Justizverbrechen – Menschenrechtsverletzungen Grundrechteabbau – totalitärer Staat

Das impotente Kind – Sexualmoral vs. Ethik (GiGi Nr. 38)

“Lex Edathy” – Die Folgen eines Gesinnungsstrafrechts – Ein Beispiel

 

u. v. a. m.

 

 

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